ArchitekturDas Münchner Olympiastadion – die unvollendete Schönheit

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So hätten es ausschauen können: Ein Modell des nie gebauten Ostdachs für das Olympiastadion in München aus dem Archiv von Fritz Auer.
So hätten es ausschauen können: Ein Modell des nie gebauten Ostdachs für das Olympiastadion in München aus dem Archiv von Fritz Auer. Fritz Auer

Das Zeltdach ist weltberühmt, hat aber einen Makel: Seit 53 Jahren sitzt fast die Hälfte der Zuschauer im Regen. Dabei war der Bau eines Ostdachs einst beschlossene Sache – und trotzdem wurde daraus nichts. Die Chronik eines vergessenen Projekts.

Von Sebastian Beck

Es ist der 2. Oktober 1969, als die Bild den „Super-Knüller“ für die Münchner Fußballfans verkündet: Die Landeshauptstadt sei „ganz heißer Favorit“ für das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1974, jubelt die Zeitung. Der Grund dafür: Nach den Olympischen Spielen werde auch die Tribüne der Gegengeraden im neuen Stadion „ganz sicher“ überdacht sein, womit man eine Forderung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erfülle. Weiter unten im Text mischt sich allerdings ein hässlicher Satz unter die Euphorie: „Unklar sind nur noch die Kosten.“

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