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Bergtouren:Die schönsten Aussichtsberge nahe München

Ob Geheimtipp oder Klassiker, langer oder kurzer Anstieg, mit Bergbahn oder ohne: Münchner haben in den Hausbergen die Qual der Wahl.

Von Isabel Bernstein

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Brünnstein (1620 Meter)

Der Brünnstein in Oberbayern

Quelle: picture-alliance/ dpa

Zugegeben: Bis man den Parkplatz bei Tatzelwurm erreicht hat, ist es eine ziemliche Kurbelei mit dem Auto. Dafür lockt eine abwechslungsreiche Tour mit traumhafter Aussicht, die über das Brünnsteinhaus führt. Von dort gibt es zwei Aufstiege zum Gipfel: einen Klettersteig, in dem im Frühjahr noch Schnee liegen kann, oder ein normaler Wanderweg.

Anfahrt: über die A 8 und A 93 bis Brannenburg und weiter Richtung Sudelfeld; Parken beim Hotel Tatzlwurm. Oder mit der BOB von München nach Bayrischzell, dort umsteigen in den Bus Richtung Bayrischzell Bahnhof bis Haltestelle Tatzelwurm Gasthof in Oberaudorf.

Gehzeit (auf und ab): 4,5 bis 5 Stunden

Höhendifferenz: 800 Meter

Einkehr: Brünnsteinhaus

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Jochberg (1560 Meter)

Jochberg Jocheralm

Quelle: Manfred Neubauer

Ein Klassiker, der an schönen Bergtagen die Ursache dafür ist, dass Parkplätze und Standstreifen entlang des Kesselbergs zugeparkt sind. Aber das halt nicht zu Unrecht: Man erreicht den Jochberg von München aus sehr schnell, ist fix oben, hat einen grandiosen Blick - was will man bei einer Einstiegstour mehr? Am Scheitel des Kesselbergs zweigt der Weg ab, der bis zum Schlussanstieg durch den Wald führt und oben etwas flacher wird. Die letzten Höhenmeter geben schon den Blick frei auf die Umgebung und einen Vorgeschmack, welcher Ausblick am Gipfel wartet.

Anfahrt: über die A 95 bis Ausfahrt Kochel, von Kochel Richtung Walchensee. Oder mit dem Zug von München nach Kochel am See, dort umsteigen in den Bus Richtung Garmisch-Partenkirchen Bahnhof.

Dauer (auf und ab): 2,5 Stunden

Höhendifferenz: 700 Meter

Einkehr: Jocheralm

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Großer Illingstein (1340 Meter)

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Quelle: Isabel Bernstein

Wem die Tour auf den Heimgarten, den Ohlstädter Hausberg, nach dem Winter zu anstrengend ist, hat mit dem Großen Illing eine gute Alternative. Den Großteil des Wegs legt der Wanderer am Gebirgsbach Kaltwasserlaine zurück. Los geht's am Parkplatz am Ende der Heimgartenstraße. Nach etwa einer Viertelstunde entlang des Bachs trifft man auf die Forststraße, folgt dieser aber nur kurz und hält sich bei einer Gabelung rechts.

Eine Stunde lang geht es am Bach entlang, bis sich der Weg gabelt. Rechts geht es auf den Heimgarten, doch zum Großen Illingstein wendet man sich links und bei der nächsten Möglichkeit mit der Beschilderung Rötelstein gleich wieder rechts. Gleich nach der Gabelung zweigt der Weg in den Wald in Richtung Illingstein ab.

Anfahrt: über die A 95 nach Ohlstadt; dort am Ende der Heimgartenstraße parken. Oder mit dem Zug von München nach Ohlstadt, dort bis zum Ausgangspunkt laufen.

Gehzeit (auf und ab): 3 Stunden

Höhendifferenz: 600 Meter

Einkehrmöglichkeit: keine

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Hörnle (1550 Meter)

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Quelle: Ammergauer Alpen GmbH/ Jörg Christöphler

Die Wanderung auf das Hörnle bei Bad Kohlgrub ist unspektakulär, dafür aber leicht und somit ideal für Einsteiger. Vom Parkplatz an der Talstation führt der Weg nicht zu steil durch den Wald bis zur Bergstation - in der Wirtschaft kann nachher noch eingekehrt werden. Auf einem breiten Forstweg geht es weiter zum Hinteren Hörnle. Nur die letzten Meter zum Gipfel werden nochmals steiler.

Anfahrt: über die A 95 und Murnau nach Bad Kohlgrub, Parken an der Talstation im Ortsteil Sonnen. Oder mit dem Zug von München nach Murnau, dort umsteigen Richtung Oberammergau; von dort zu Fuß zur Hörnle-Schwebebahn.

Gehzeit (auf und ab): 3 Stunden

Höhendifferenz: 630 Meter

Einkehrmöglichkeit: Hörnle-Hütte

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Jägerkamp (1750 Meter)

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Quelle: Isabel Meixner

Der Jägerkamp wird häufig als Berg betrachtet, den man auf dem Weg zur Aiplspitze mal mitnehmen kann; vor allem aber im Frühjahr, wenn die Kondition nach dem Winter noch nicht die beste ist, ist der Jägerkamp ein sehr schönes Ziel. Vom Spitzingsattel aus der Ausschilderung zur Schönfeldhütte (Foto, im Hintergrund das Wilde Fräulein) folgen. Der Weg führt zunächst durch Wald, hier kann es bei Nässe rutschig sein. Hat man die Schönfeldhütte passiert, führt der Weg einen Grashang hinauf. Oben angekommen, ist es links nicht mehr weit zum Jägerkamp.

Anfahrt: über die A8 und den Schliersee hoch zum Spitzingsattel; dort besteht eine Parkmöglichkeit. Oder mit der BOB nach Fischhausen-Neuhaus, an der Haltestelle Neuhaus Bahnhof umsteigen in den Bus Richtung "Spitzingsee Kirche, Schliersee" bis zur Haltestelle Spitzingsattel

Gehzeit (auf und ab): 3 Stunden

Höhendifferenz: zirka 650 Meter

Einkehrmöglichkeit: Schönfeldhütte

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Seekarkreuz (1600 Meter)

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Quelle: SZ

Bergtouren mit der Möglichkeit einzukehren sind im Frühsommer sehr beliebt: Dort kann man nach der Anstrengung die ersten Sonnenstrahlen genießen und in Ruhe die müden Beine von sich strecken. In diese Kategorie fällt auch die Wanderung auf das Seekarkreuz mit Abstieg über die Lenggrieser Hütte (Foto zeigt den Blick von der Hütte ins Tal). Vom Parkplatz bei Schloss Hohenburg in Lenggries wandert man Richtung Grasleitensteig zunächst an Wiesen vorbei bis zu einem Hof, an dem man sich links hält. Man folgt der Ausschilderung bis zur Lenggrieser Hütte, wo man dem Weg rechts zum Gipfel folgt.

Anfahrt: Über die A 8 oder A 95 nach Bad Tölz und weiter nach Lenggries, Parken am St.-Ursula-Gymnasium. Oder mit der BOB nach Lenggries, dort umsteigen in den Bus Richtung "Hohenburg Schule, Lenggries

Gehzeit (auf und ab): knapp 5 Stunden

Höhendifferenz: 900 Meter

Einkehrmöglichkeit: Lenggrieser Hütte

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Wallberg (1720 Meter)

Wanderer auf dem Wallberg

Quelle: dpa

Der Wallberg ist bei Wanderern besonders beliebt. Das liegt sicher daran, dass es für diejenigen, die nicht laufen wollen, eine Bergbahn gibt. Und alle, die zu Fuß gehen wollen, erwartet ein leichter Aufstieg. Vom Parkplatz an der Wallbergbahn aus führt eine Forststraße bergauf. Später gibt es zwei Möglichkeiten: eine steilere direkt zur Bergstation oder eine weitere über die Wallbergmoosalm. Hier oder im Panoramarestaurant kann beim Abstieg eingekehrt werden.

Anfahrt: über die A 8 bis Holzkirchen und weiter nach Rottach-Egern. Oder mit der BOB von München nach Gmund, dort umsteigen in den Bus Richtung Tegernsee Bahnhof bis Haltestelle Gymnasium Tegernsee, dort einsteigen in den Bus Richtung "Stuben, Kreuth" bis Haltestelle Wallbergbahn

Gehzeit (auf und ab): 4,5 Stunden

Höhendifferenz: 950 Meter

Einkehr: Wallbergmoosalm, Panoramarestaurant Wallberg

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Simetsberg (1840 Meter)

Jochberg Jocheralm

Quelle: Manfred Neubauer

Wer am Herzogstand vorbei bis ans südliche Ende des Walchensees fährt, kann sein Auto entweder an einem kleinen Parkplatz kurz vor Einsiedl stehen lassen oder auf einem großen bei Obernach. Im ersten Fall läuft man die ersten Meter auf einem Weg, der kurze Zeit später auf eine Forststraße trifft, die vom Parkplatz bei Obernach herkommt. Auf dieser legt man die ersten Höhenmeter zum Simetsberg (der schneefreie Gipfel in zweiter Reihe am hinteren Ende des Walchensees; das Foto ist vom Jochberg aufgenommen) zurück, bis ein Waldsteig nach rechts abzweigt. Dieser ist deutlich schöner als die monotone Forststraße. Man erreicht schließlich die (nicht bewirtschaftete) Simetsberg-Diensthütte, von wo aus man die den ersten freien Blicke über den Walchensee genießen kann - und auf den Schlussanstieg, der sich über einen Wiesenrücken zieht.

Anfahrt: über die A 95 bis Ausfahrt Kochel, über Kochel und Walchensee bis Einsiedl. Oder mit dem Zug von München nach Klais, dort umsteigen in den Bus Richtung Kochel am See Bahnhof.

Gehzeit (auf und ab): 4,5 bis 5 Stunden

Höhendifferenz: 1050 Meter

Einkehrmöglichkeit: keine

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Wank (1780 Meter)

Zugspitze

Quelle: dpa

Im Sommer brennt die Sonne auf der Südseite ganz schön herunter; im Frühjahr, wenn sie noch nicht so intensiv ist, kommt die Wärme indes sehr gelegen. Der Weg vom Parkplatz weg führt zur Schalmeischlucht und hinein in den Wald. Der Vorteil bei dieser Wanderung ist - neben der Wahrscheinlichkeit, dass hier der Schnee schnell wegtaut -, dass man bei Bedarf an der Mittelstation in die Bergbahn steigen kann (aber natürlich nicht muss). Von dort geht es in Serpentinen weiter bergauf. Oben angekommen ergibt sich dann ein toller Blick auf das Zugspitzmassiv (Foto).

Anfahrt: über die A 95 nach Garmisch-Partenkirchen, Parken im Schalmeiweg. Oder mit dem Zug von München nach Garmisch-Partenkirchen und mit dem Stadtbus Richtung Klinikum bis zur Haltestelle "Historische Ludwigstraße" fahren.

Gehzeit (auf und ab): 5 Stunden

Höhendifferenz: 1100 Meter

Einkehrmöglichkeit: Berggasthof Panorama, Wank-Haus

© SZ.de/bica/mmo

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