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Kriminalität vor 200 Jahren:Die Räuber

Matthias Klostermaier während seiner umkämpften Verhaftung, 1771

Ein Zeitgenosse der Mühlbauerbande war der Räuber Bayerischer Hiasl. Die Szene zeigt seine Verhaftung vor einem Wirtshaus.

(Foto: SZ Photo/Sammlung Megele)

Anfang des 19. Jahrhundert versetzte die Mühlbauerbande Reisende in Angst und Schrecken, rund die Hälfte der Banditen waren Frauen. Die Geschichte der größten Räuberbande, die Bayern je unsicher gemacht hat.

Eigentlich hatte der Augsburger Historiker Helmut A. Seidl im Landshuter Staatsarchiv ganz andere Akten durchstöbert. Bis er dort zufällig auf den Namen seiner einstigen Heimatgemeinde Schöllnach (Kreis Deggendorf) stieß. "Das hat sofort mein Interesse geweckt", sagt Seidl, der nach kurzer Zeit herausfand, dass im Archiv mehr als ein Dutzend dicke Aktenbündel mit Strafprozessakten zu einer Räuberbande lagern, die bis dato kein Forscher beachtet hatte. Das ist auch verständlich, denn die gesamte Akte umfasst gut 10 000 Seiten, was schon vom Umfang her abschreckend genug ist.

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