OberpfalzTödlicher Streit auf Feier – Mordanklage gegen 43-Jährigen

Bei einer großen Feier unter freiem Himmel im oberpfälzischen Parsberg ist Ende März ein Mann getötet worden. Jetzt kommt der mutmaßliche Täter vor Gericht.
Bei einer großen Feier unter freiem Himmel im oberpfälzischen Parsberg ist Ende März ein Mann getötet worden. Jetzt kommt der mutmaßliche Täter vor Gericht. (Foto: Armin Weigel/dpa)

Ein Streit auf einem Kulturfest in Parsberg eskaliert tödlich: Ein 43-Jähriger wird deshalb wegen Mordes angeklagt – das Motiv reicht laut Staatsanwaltschaft Jahrzehnte zurück.

Nach einem tödlichen Streit bei einem großen Fest Ende März in der Oberpfalz hat die Staatsanwaltschaft einen 43-Jährigen wegen Mordes angeklagt. Dem Mann werde Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vorgeworfen, teilte eine Justizsprecherin mit.

Der Syrer soll am 23. März in Parsberg (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) anlässlich eines kurdischen Kulturfestes mit einem Cousin in Streit geraten sein. Im Zuge dessen soll er seinen 39 Jahre alten Angehörigen mit einem Messer tödlich verletzt haben. Als Motiv für die Tat sieht die Staatsanwaltschaft Rache für den gewaltsamen Tod der Schwester des Angeklagten vor rund 20 Jahren. Der 43-Jährige soll demnach seinen syrischen Cousin dafür verantwortlich gemacht haben.

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Bei dem Fest in Parsberg waren laut Gerichtsangaben rund 1000 Menschen vor Ort. Die Polizei war damals mit einem Großaufgebot im Einsatz. Außer den beiden war an dem Streit demnach aber keiner beteiligt. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat die Anklage bereits zugelassen. Der Prozess gegen den 43-Jährigen soll am 9. Januar 2026 beginnen. Ein Urteil könnte nach bisheriger Planung Ende Februar 2026 verkündet werden.

Im mittelfränkischen Fürth kam es am Tag des Vorfalls von Parsberg noch zu einem weiteren Tötungsdelikt auf einer Feier. Ein 27-Jähriger soll auf einer Hochzeitsfeier am 23. März einen 47-Jährigen gezielt mit mehreren Schüssen in den Oberkörper getötet haben. Das Motiv soll ein Streit um Geldforderungen für den Unterhalt von Kindern gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Franzosen Mord vor. Der Prozess am Nürnberger Landgericht soll am 21. Januar 2026 beginnen – ein Urteil könnte Ende März fallen.

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