Gewaltverbrechen im Chiemgau:"Herzi, bist du bei der Magda?"

Gewaltverbrechen im Chiemgau: Der Angeklagte (links) und sein Anwalt Harald Baumgärtl betreten zum Prozessauftakt den Sitzungssaal im Landgericht Traunstein. Angesetzt sind 27 Verhandlungstage bis Dezember.

Der Angeklagte (links) und sein Anwalt Harald Baumgärtl betreten zum Prozessauftakt den Sitzungssaal im Landgericht Traunstein. Angesetzt sind 27 Verhandlungstage bis Dezember.

(Foto: Uwe Lein/dpa)

Vom Besuch der Disco "Eiskeller" in Aschau kehrt Hanna W. nicht nach Hause zurück. In bewegenden Worten schildern ihre Eltern vor dem Landgericht in Traunstein die Stunden verzweifelten Suchens nach ihrer Tochter.

Von Benedikt Warmbrunn, Traunstein

Sie war eine Mutter, die sich keine Sorgen um ihre Tochter machte. Ihre Tochter wollte das so. Und Rosalie W. hielt sich daran. Spätestens seit diesem Wintertag ein halbes Jahr nach dem Abitur der Tochter, da machte Hanna W. gerade ein Praktikum bei einem Arzt in Traunstein. Morgens hatte sie noch gesagt, Mama, machst du mir mittags eine Gemüselasagne? Doch dann kam sie nicht zum Essen nach Hause nach Aschau. Es hatte stark geschneit, und Rosalie W. befürchtete, dass ihre Tochter in einem Straßengraben liegen könnte. Sie rief in der Praxis an. Sie rief die Freundinnen ihrer Tochter an. Die Freundinnen riefen untereinander an. Niemand hatte etwas von Hanna gehört.

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