Süddeutsche Zeitung

Landkreis Dingolfing-Landau:Eigene Familie mit Messer attackiert - Polizei schießt auf Vater

Für den Mann bestand ein Kontaktverbot zu seiner Frau und den Kindern. Nach ersten Erkenntnissen soll er gewaltsam in das Haus in Moosthenning eingedrungen sein.

Ein 40-Jähriger soll in Niederbayern seine von ihm getrennt lebende Frau, die gemeinsamen Söhne und seine Schwiegermutter mit einem Messer verletzt haben. Der Angriff in Moosthenning (Landkreis Dingolfing Landau) erfolgte am Samstagmorgen, wie die Polizei mitteilte. Der Mann wurde von herbeigerufenen Beamten gestellt und mit einem Schuss am Bein verletzt. Am Sonntag befand er sich laut Polizei noch im Krankenhaus.

Nach ersten Erkenntnissen soll er gewaltsam in das Haus der Frau eingedrungen sein. Dort habe er die beiden Jungen im Alter von zwei und acht Jahren und die Frau angegriffen. Die Kinder wurden "nicht unerheblich" verletzt, die Frau leicht. Als die 65-jährige Schwiegermutter dazu kam, soll sie der Mann am Hals verletzt haben. Die zwei Frauen sowie die Kinder konnten aus dem Haus flüchten.

Als kurz darauf die Polizei kam, habe sich der Mann gerade selbst verletzt und alle Anweisungen ignoriert, das Messer wegzulegen - selbst beim Einsatz von Pfefferspray, so die Polizei. Weil er anschließend bedrohend mit dem Messer auf einen Beamten zugegangen sei, schoss dieser einmal mit seiner Pistole und verletzte den Mann am Bein. Daraufhin wurde er überwältigt.

Den Angaben nach bestand für ihn ein gerichtliches Kontaktverbot zu seiner Frau sowie den Kindern. Gegen dieses hatte er bereits verstoßen. Zu möglichen Motiven äußerte sich die Polizei am Wochenende noch nicht. Das Landeskriminalamt ermittelt nun - wie in solchen Fällen üblich - wegen der Schussabgabe. Gegen den 40-Jährigen wird ebenfalls ermittelt.

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