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Mobilität der Zukunft:Fünf Millionen Euro für Flugtaxis

Kabinettssitzung

Markus Söder findet die Idee der Flugtaxis ziemlich cool.

(Foto: dpa)

Bayern soll führender Standort für die Entwicklung und den Bau von Flugtaxis werden - Ministerpräsident Söder erhofft sich Arbeitsplätze und eine Verbesserung der Mobilität.

Am Dienstag beschäftigte sich das Kabinett mit einer "ziemlich coolen Sache", wie Ministerpräsident Markus Söder sagte. Es geht um Flugtaxis, diese fliegenden Gefährte, die schon CSU-Frau und Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, so faszinierten und die Söder jetzt zum "Markt der Zukunft" ausrief.

Bayern soll führender Standort für die Entwicklung und den Bau von Flugtaxis werden. "Das ist keine Illusion oder etwas Lächerliches, sondern schon jetzt Chance und Realität", sagte Söder. Von dem "Megathema" Flugtaxis erhofft er sich zusätzliche Arbeitsplätze und sieht darin eine Verbesserung der Mobilität, da Luftverkehr sauber, billig, flexibel und leise sei.

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In einem ersten Schritt soll in Oberpfaffenhofen ein Testfeld für autonomes Fliegen eingerichtet werden, wo Unternehmen ihre elektronischen Fluggeräte testen können. Als zweiten Schritt gibt die Staatsregierung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, um die Möglichkeiten für ein bayernweites Flugtaxi-Netz auszuloten. Langfristig könnten Flugtaxis auch als Ergänzung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln genutzt werden.

Söder kann sich zudem vorstellen, dass Firmen ihren Kunden in Zukunft ein Flugtaxi zum Flughafen schicken. Auch er selbst würde so ein Gefährt nutzen, allerdings nur, wenn es zuerst von seinem Staatskanzleichef getestet wurde. Mit fünf Millionen Euro pro Jahr fördert der Freistaat die Erforschung von alternativen Flugantrieben und Technologien des unbemannten Fliegens. Ein "Runder Tisch" aus Wirtschaft, Bund und Genehmigungsbehörden des Freistaats nimmt sich der Frage an, wie die luftverkehrsrechtlichen Rahmenbedingungen angepasst werden müssen, um den alltäglichen Einsatz von Flugtaxis möglich zu machen.

Mit einer weiteren Technologie soll das Leben von Pflegern und Pflegebedürftigen erleichtert werden. Die Forschung zu Assistenzrobotik, bei der Maschinen Pfleger etwa beim Heben ihrer Patienten entlasten, soll gestärkt werden. Zudem sollen die Hochschulen in allen Regierungsbezirken ausgebaut werden. Mit insgesamt 590 Millionen Euro in den nächsten Jahren will die Staatsregierung neue Studiengänge, 300 neue Stellen und 9400 neue Studienplätze schaffen. Der Großteil, 450 Millionen Euro, soll an Hochschulen für angewandte Wissenschaften gehen.

© SZ vom 18.07.2018/nell/vewo/cat
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