Mitten in Bayern Rote Rosa flieht zu schwarzer Madonna

Sozialismus und Revolution sind die Begriffe, die man mit Rosa Luxemburg verbindet. Weniger Altötting. Und doch soll sie dort gewesen sein

Kolumne von Hans Kratzer

Vor 100 Jahren, am 15. Januar 1919, ist in Berlin die Revolutionärin Rosa Luxemburg umgebracht worden. Bei der Nennung ihres Namens denkt man sogleich an Sozialismus und Revolution, aber gewiss nicht an den Marienwallfahrtsort Altötting. Der hat zwar viel Prominenz gesehen, sogar Kaiser und Päpste, aber sozialistische Revolutionäre haben eher einen großen Bogen um den Gnadenort gemacht. Unglaublich wirkt deshalb ein Bericht des Altöttinger Blatts Freie Volksstimme, der fünf Tage nach der Ermordung von Rosa Luxemburg erschienen ist. Demnach ...