Geschichte Bayerns:Die Stimme aus dem Mittelalter

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Geschichte Bayerns: In der 1493 in Nürnberg erschienenen Weltchronik des Humanisten Hartmann Schedel ist auch ein Holzschnitt mit der Ansicht der Reichsstadt Augsburg enthalten, in der Burkhart Zingg zuletzt gelebt hatte.

In der 1493 in Nürnberg erschienenen Weltchronik des Humanisten Hartmann Schedel ist auch ein Holzschnitt mit der Ansicht der Reichsstadt Augsburg enthalten, in der Burkhart Zingg zuletzt gelebt hatte.

(Foto: Wikipedia Commons)

Der Augsburger Kaufmann Burkhart Zingg verfasste vor mehr als 550 Jahren die erste moderne Autobiografie in Deutschland. Schon damals ging es um Bildung, Frieden, Liebe - und ganz banale Rückenschmerzen.

Von Hans Kratzer

Der Kaufmann Burkhart Zingg muss ein zäher Bursche gewesen sein, immerhin hat er seine vier Frauen und fast alle seiner 20 Kinder überlebt. Ansonsten ist sein Leben ein übliches Spiegelbild menschlicher Höhen und Tiefen. Nach dem Tod seiner zweiten Ehefrau nahm Zingg beispielsweise eine junge Gefährtin in sein Haus auf, mit der er aber nicht glücklich wurde. Sein Verdruss über deren diebisches Verhalten war so groß, dass er ihn schriftlich festhielt: "Sie tet mir schier mer schaden dann guets, und das freulin stal mir das mein, was sie mocht."

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