MigrationsdebatteSeehofer hält „Wegschweigen“ für falsche Strategie

Horst Seehofer (l, CSU), ehemaliger Ministerpräsident von Bayern.
Horst Seehofer (l, CSU), ehemaliger Ministerpräsident von Bayern. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

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München (dpa) - Der ehemalige Bundesinnenminister und frühere bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) rät der Union, offen über Migration zu sprechen. „Wegschweigen ist die falsche Strategie. Wir hätten als Union von Anfang an ein ganzheitliches und konkretes Migrationskonzept vermitteln müssen - in einer anständigen Sprache klarmachen, dass Humanität und Ordnung zusammengehören“, sagte Seehofer den Zeitungen „Münchner Merkur“ und „tz“ (Samstag).

Die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe ihm häufig gesagt, er solle über das Thema nicht so viel sprechen. „Mein Gegenargument: Wenn man ein großes Thema beschweigt, findet es bei den Menschen trotzdem statt. Alles andere ist blanke Illusion.“

Die Menschen erlebten die Probleme der Migration in ihrem Alltag bei Wohnungen, Mieten, in der Schule oder bei der Sicherheit, so Seehofer. Sein Konzept: „Ja zur Hilfe für Verfolgte und für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine! Aber Nein zu illegaler Einwanderung nach Europa ohne Bleibeperspektive; das umfasst mitunter leider mehr als die Hälfte der Asylanträge.“

© dpa-infocom, dpa:230630-99-244836/3

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