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Memmingen:Notbetrieb im Allgäu

Corona-Krise bremst das Wachstum am Airport

Ein Flug von Wizz Air in die bulgarische Hauptstadt Sofia ist noch gestartet am Donnerstagnachmittag, sonst gibt es seit Mittwoch keine Bewegungen am Allgäu Airport bei Memmingen: Der Flughafen hat auf Notbetrieb umgestellt, voraussichtlich am Freitag will die Leitung des Airports entscheiden, wie es weitergeht. Am Sonntag hätte eigentlich auf den Sommerflugplan umgestellt werden sollen, doch daraus wird nichts: Die meisten Fluggesellschaften haben ihre Aktivitäten eingestellt, Ryanair etwa hat zunächst bis zum 8. April alles heruntergefahren. Was danach folgt, ist unklar. Der Allgäu Airport hat für die Mitarbeiter auch seiner Tochtergesellschaft Allgate GmbH Kurzarbeit beantragt - insgesamt etwa 160 Angestellte.

Mehr als 50 Flugziele waren bislang im Sommerflugplan vorgesehen. "Was davon wann und wie realisiert werden kann", sagt Geschäftsführer Ralf Schmid, "hängt von der aktuellen Entwicklung rund um das Thema Corona ab." Auf jeden Fall würden in den kommenden zwei Monaten die Airlines ihre Kapazitäten und die Reiseveranstalter ihre Programme reduzieren. Der Allgäu Airport verzeichnet seit Jahren stetiges Wachstum, im laufenden Geschäftsjahr rechnete Schmid das erste Mal mit mehr als zwei Millionen Passagieren. Daraus wird nun nichts, auch wenn er betont, dass die Krise noch keine existenziellen Auswirkungen auf den Flughafen habe. Man sei finanziell gut aufgestellt, um eine solche Ausnahmesituation für einige Zeit meistern zu können.

© SZ vom 27.03.2020 / ffu
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