Meineid im Fall Mollath? Ein Geschenk des Himmels

Gustl Mollath ist derzeit wieder im selben Gerichtssaal in Regensburg, in dem er 2014 freigesprochen wurde, diesmal als Zuschauer.

(Foto: Armin Weigel/dpa)

Im Fall Gustl Mollath hat auch die Aussage eines Zeugen zur Wiederaufnahme des Verfahrens geführt. Jetzt steht dieser Mann selbst vor Gericht. Der Vorwurf: Meineid.

Von Hans Holzhaider und Andreas Glas

Es ist derselbe Gerichtssaal, in dem vor knapp drei Jahren eine Affäre, welche die bayerische Justiz in schwere Turbulenzen gestürzt hatte, ihren vorläufigen Abschluss fand: Saal 104 im Regensburger Landgericht. Hier fand vom 7. Juli bis zum 14. August 2014 der Wiederaufnahmeprozess gegen Gustl Mollath statt, den Mann, der, wie man heute weiß, zu Unrecht sieben Jahre in der geschlossenen Psychiatrie verbringen musste, weil ein Gericht ihn für psychisch gestört und gemeingefährlich erklärt hatte.

Jetzt sitzt in diesem Gerichtssaal der ...