Energiewende:Der Plan von 40 Windrädern ist vorerst verpufft

Bayern: Mehring, im Hintergrund Schornsteine eines Chemieunternehmens

Am Horizont bei Mehring ragen schon jetzt die Schlote der Chemieindustrie auf. Windräder will eine Mehrzahl der Menschen dort nicht auch noch sehen müssen.

(Foto: Catherina Hess)

Die Bürger von Mehring haben sich gegen einen Windpark im Staatsforst zwischen Altötting und Burghausen ausgesprochen. Bei der Industrie herrscht Entsetzen. Ministerpräsident Söder und sein Vize Aiwanger formulieren Durchhalteparolen.

Von Matthias Köpf und Christian Sebald, Mehring

Bayerns Wirtschaftsminister bleibt bei der Zahl, doch die Zahl bleibt im Konjunktiv: "Die geplanten 40 Windräder würden Strom für rund 150 000 Haushalte erzeugen und jährlich über eine Million Euro in die Gemeindekassen bringen plus Pacht- und Steuereinnahmen und Aufträge für die regionale Wirtschaft", sagt Hubert Aiwanger (FW) auch am Montag noch über den Windpark im Staatsforst zwischen Altötting und Burghausen. Staatsregierung und Wirtschaft haben das Vorhaben forciert, es soll die energiehungrige Industrie im bayerischen Chemiedreieck wenigstens zu einem Zehntel mit grünem Strom versorgen. Doch am Sonntag haben rund 900 Bürger der kleinen Gemeinde Mehring diese Pläne durchkreuzt. Das Ergebnis des Bürgerentscheids könnte nicht nur dieses eine und bisher größte Windkraft-Projekt in Bayern weit zurückwerfen.

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