Landespolitik:40 Zeugen sollen zur Maskenaffäre aussagen

Der Untersuchungsausschuss Maske hat die Männer und Frauen benannt, die er zu dem umstrittenen Ankauf des bayerischen Gesundheitsministeriums von Corona-Schutzmasken befragen will.

Vor dem Untersuchungsausschuss zur Maskenaffäre sollen insgesamt rund 40 Zeugen aussagen. Das war am Mittwoch aus Kreisen des Landtags zu hören. Zu den zentralen Figuren, die dem Vernehmen nach auf der Zeugenliste stehen sollen, gehört die Münchner PR-Unternehmerin Andrea Tandler, Tochter des früheren CSU-Generalsekretärs und Ministers Gerold Tandler, die zusammen mit einem Partner 48,3 Millionen Euro Honorar für die Vermittlung von Maskendeals kassiert hat. Zu den weiteren Zeugen zählen demnach die Inhaber der Schweizer Handelsfirma Emix, für die Tandler Corona-Geschäfte in Höhe von rund 700 Millionen Euro mit dem Gesundheitsministerien in Bayern und in Nordrhein-Westfalen und dem Bundesgesundheitsministerium vermittelte. Ebenfalls vorgeladen werden sollen einige prominente Personen aus der Politik: Ministerpräsident Markus Söder, Europapolitikerin Monika Hohlmeier, die frühere Gesundheitsministerin Melanie Huml (alle CSU), der neue CSU-Generalsekretär Stephan Mayer und der frühere Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Die ersten Zeugen wird der Untersuchungsausschuss bereits in der kommenden Sitzung an diesem Freitag anhören.

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