Martinsried bei MünchenBayern will halbe Milliarde in Bio-Campus investieren

In drei Jahren soll hier mit dem Bau des neuen Bio-Campus begonnen werden.
In drei Jahren soll hier mit dem Bau des neuen Bio-Campus begonnen werden. Sven Hoppe/dpa

Am Münchner Stadtrand erarbeiten Wissenschaftler unter anderem die medizinische Grundlage für Krebstherapien.  Mit viel Geld soll der Campus nun weiter ausgebaut werden – und so zu einer zumindest in Deutschland einzigartigen Forschungseinrichtung werden.

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Bayern will in den kommenden Jahren eine halbe Milliarde Euro in den Biowissenschafts-Campus in München-Martinsried stecken. Das Kabinett habe nun den Startschuss gegeben für den stärksten Life-Science-Campus in ganz Europa, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung in München – nun könnten die Planungen umgesetzt werden.

Die Max-Planck-Gesellschaft will ihre beiden bestehenden Institute für Biochemie und für Biologische Intelligenz in Martinsried zu einem interdisziplinären Forschungscampus für Biowissenschaften weiterentwickeln. Zudem sollen zu vielen erfolgreichen Start-ups weitere hinzukommen. „Dort sollen weitere neue Start-ups entstehen, und ein eigenes Rechenzentrum, um die Bereiche KI und Medizin/Pharma zu verschränken“, erklärte Söder.

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Der Campus Martinsried werde komplett neu gestaltet, sagte Söder. Insgesamt gehe es um Investitionen mit einem Volumen von 700 bis 800 Millionen Euro. Bis zu 2000 Wissenschaftler aus wahrscheinlich 50 Nationen sollten dort arbeiten. 2028 solle mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden – am Ende handle es sich aber um ein längeres Projekt mit einer Dauer von zehn bis zwölf Jahren.

„Wir entwickeln ein Ökosystem für Life-Science, wie es in Deutschland sowieso nicht, aber vielleicht in ganz Europa nur wenig gibt“, sagte Söder. Mit der Forschung dort werde unter anderem die Grundlage gelegt für individualisierte Krebstherapien. Das sei vielleicht die beste Chance für den Kampf gegen Krebs.

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