Legislatur-Halbzeit für Bayerns Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU). Der 51-Jährige kam 2022 ins Amt, als Markus Söder den vormaligen CSU-Generalsekretär – einen Posten, der Wadenbeißer-Qualitäten verlangt – ins vermeintlich beschaulichere Kulturressort beförderte. Doch auch die Kultur kann ein Minenfeld sein. Das hat Blume spätestens in der Debatte um Bayerns zögerliche Rückgabe von NS-Raubkunst erfahren. Nun zieht er Bilanz – und gleich zu Beginn mit einer Überraschung: Nach Jahren, in denen der Freistaat sich unnachgiebig gezeigt hatte, gibt Blume die Picasso-Büste „Fernande“ aus der Neuen Pinakothek an die Erben des jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim zurück.
Kunstminister Markus BlumeBayern gibt Picasso-Büste zurück
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Möglich wird die Restitution der „Fernande“ durch einen neuen Rechtsrahmen für den Umgang mit NS-Raubkunst, an dem Blume mitgewirkt hat. Und der Picasso ist erst der Anfang: Bayerns 18 Staatsmuseen stehen vor dem größten Umbau ihrer Geschichte.
Interview von Susanne Hermanski
