Diese spezielle Meisterschaft wird antizyklisch ausgetragen - im Winter werden die Schneepflugfahrer schließlich zum Räumen und Streuen auf den Straßen in Bayern gebraucht. Also kamen die besten 33 Teams im Schneepflugfahren am Samstag, kurz vor dem kalendarischen Herbstempfang, nach Marktredwitz, um das geschickteste zu küren.

Die vierte Deutsche Meisterschaft ist das schon in dieser speziellen Wettkampfart. In Oberfranken findet sie statt, weil die amtierenden deutschen Meister aus Marktredwitz kommen: Julian Scharf und Noah Tröger arbeiten auf dem dortigen Bauhof.


Ort des Geschehens ist die Rößlermühlstraße. Dort ist ein Parcours aufgebaut. Es geht um Geschicklichkeit mit der starken Riesenmaschine, um Präzision und Schnelligkeit.
Da müssen die Fahrerteams Reifenstapel und Fässer in kleine Felder verschieben, Slalom auf der engen Straße fahren und kniehohe Kanthölzer gezielt umstoßen. Im Sommer sieht das nach Spielplatz für Männer in großen Maschinen aus, doch nach Veranstalterangaben bildet der Wettbewerb reelle Situationen im Winterdienst ab.


Insgesamt sind es 14 Hindernisse, die Fahrer und Beifahrer umschiffen müssen. Am frühen Morgen trafen sich die Teams zum Qualifying, zwölf Besatzungen durften unter den gestrengen Augen der Jury um den Titel fahren. Die Fahrer müssen dafür mit einem Unimog und vorne montiertem Räumschild möglichst zügig und fehlerfrei den großen Parcours vorwärts und rückwärts bewältigen.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich in Marktredwitz Schneepflugfahrer in Können und Geschicklichkeit messen: 2018 sind dort bereits die nordbayerischen Meisterschaften ausgetragen worden, 2023 die bayerischen.


Allerdings: Für das heimische Team hat es bei diesem Wettbewerb nicht gereicht: Gewonnen haben Michael Wilhelmi und Lukas Kniesner aus Oberweyern in Hessen, gefolgt von der Straßenmeisterei Bingen (Landkreis Mainz-Bingen). Auf Platz drei kam die Autobahnmeisterei Emmelshausen aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Das Team aus Marktredwitz wurde Vierter.

