Marktredwitz:Feuer in Ladengeschäft war wohl Brandstiftung

Nach dem Brand eines Lebensmittelgeschäftes in der Nacht zum Montag im oberfränkischen Marktredwitz (Kreis Wunsiedel) gehen die Ermittler davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Das Ladengeschäft in der Marktredwitzer Altstadt wird von einem Syrer betrieben. Es werde in alle Richtungen ermittelt, sagte Alexander Czech, der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken. Einen "politischen Hintergrund" könne man nicht ausschließen. Konkrete Hinweise darauf aber hätten sich am Tatort nicht gefunden.

Das Feuer war um 3.15 Uhr bei der Integrierten Leitstelle Hochfranken gemeldet worden. Ein Zeuge war auf den Brand in der Straße "Markt" aufmerksam geworden und hatte dabei zwei Personen bemerkt, die vom Geschäft aus zu Fuß in Richtung einer der benachbarten Straßen geflüchtet waren. Die Feuerwehr war mit schwerem Atemschutzgerät in die Geschäftsräume eingedrungen. Ihr gelang es, die Flammen rasch zu löschen. Sämtliche Bewohner aus den darüber liegenden Wohnungen konnten sich unverletzt aus dem Gebäude ins Freie retten. Der Ladenbetreiber wohnt nach Angeben der Polizei selbst nicht in dem betroffenen Haus.

Vom Zeugen liegt eine Beschreibung der beiden geflüchteten Verdächtigen vor. Er hatte die beiden allerdings nur von hinten gesehen, die Beschreibung sei insofern nur "vage", sagte der Polizeisprecher. Beide sollen etwa 170 Zentimeter groß sein, mit schlanker und athletischer Figur. Sie trugen dunkle Kleidung und hatten sich jeweils die Kapuze über den Kopf gezogen.

In den Geschäftsräumen entstand ein Sachschaden von geschätzten 3000 Euro. Ob das Feuer im Laden gelegt wurde oder ob etwa ein Brandsatz dieses auslöste, sei bisher nicht klar, sagte Czech. Dies soll nun von speziell ausgebildeten Brandfahndern ermittelt werden. In die Ermittlungen sei auch der Staatsschutz einbezogen.

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