ManchingNeue Hinweise: Ermittler suchen wieder nach Kelten-Goldschatz

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Im Jahr 2022 wurde der Goldschatz von Einbrechern aus dem Museum gestohlen.
Im Jahr 2022 wurde der Goldschatz von Einbrechern aus dem Museum gestohlen.
Foto: Frank Mächler/dpa

Nach dem spektakulären Gold-Diebstahl aus dem Kelten- und Römermuseum in Manching fehlte von einem Großteil der Beute jede Spur – bis jetzt. Denn es gibt neue Hinweise, die in den Norden führen.

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Mehr als drei Jahre nach dem Diebstahl eines Goldschatzes aus einem Museum im oberbayerischen Manching suchen Ermittler wieder nach dem verschwundenen Großteil der Beute. Nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamts vermuten die Beamten, dass das fehlende Gold auf dem Grundstück des Hauptverdächtigen und seiner Partnerin in Plate in Mecklenburg-Vorpommern versteckt ist.

Der Goldschatz war im November 2022 aus dem Kelten- und Römermuseum in Manching gestohlen worden. Vier Täter wurden festgenommen und im Juli 2025 am Landgericht Ingolstadt zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Doch bis auf einen kleinen Teil der gestohlenen Goldmünzen blieb der Schatz bislang verschwunden.

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Doch seit dem Morgen durchsuchen laut bayerischem Landeskriminalamt Kunstfahnder erneut das Anwesen und das Grundstück des Hauptverdächtigen. Dabei komme auch Röntgen- und Radartechnik zum Einsatz. „Neue Erkenntnisse“ ließen die Ermittler davon ausgehen, dass der Großteil der Beute dort professionell versteckt worden sei, um sie später zu verkaufen.

Es handle sich um 411 Goldmünzen und einen Goldgusskuchen, die bislang nicht gefunden wurden - insgesamt gehe es um etwa drei Kilo Gold. Die Ermittler vermuten zudem, dass sie dort auch größere Mengen Bargeld aus anderen Einbrüchen der Gruppe finden könnten.

Die Beamten verdächtigen die Partnerin des Hauptverdächtigen, ihre Hilfe beim Verkauf des Goldes angeboten zu haben. Ermittelt werde wegen des Verdachts der Geldwäsche. Ihr Partner sitzt laut Landeskriminalamt nach wie vor in München in Untersuchungshaft, das Urteil gegen ihn ist bisher nicht rechtskräftig.

Ermittler wollen jedes Möbelstück und alle Wände prüfen

Bei der Durchsuchung wollen die Ermittler „jedes einzelne Zimmer vermessen und mit den originalen Bauplänen“ abgleichen, um gegebenenfalls „doppelte Wände oder bauliche Veränderungen“ entdecken zu können. Jedes einzelne Möbelstück solle auf Verstecke geprüft werden.

Neben den Landeskriminalämtern aus Bayern und Mecklenburg-Vorpommern seien dafür unter anderem auch die Staatsanwaltschaft Ingolstadt, Beamte des Bundeskriminalamts und eine spezielle internationale Taskforce gegen den illegalen Handel mit Kulturgütern im Einsatz.

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Robert K. gilt als Kopf der Bande, die den Goldschatz von Manching gestohlen haben soll. Er führte offenbar ein bescheidenes Leben, Geldsorgen hatte er nicht. Warum dann einen Goldschatz stehlen? Im Prozess zeigt sich: Vielleicht war ihm einfach langweilig.

SZ PlusVon Lisa Schnell

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