Nach dem Austritt von rund 3500 Litern Dieselkraftstoff aus einem Schiff auf dem Main bleibt der betroffene Abschnitt in Unterfranken vorerst für die Schifffahrt gesperrt. Nach Behördenangaben warten rund 30 Schiffe an zwei Schleusen auf die Weiterfahrt. Am Dienstag sollen weitere Maßnahmen folgen und daraufhin fünf Schiffe probeweise die gesperrte Strecke passieren dürfen. Bislang seien weder tote Fische noch verendete Wasservögel gemeldet worden, hieß es.
Vom Erfolg des Probeversuchs hängt es ab, wie es an der Unfallstelle weitergeht. Zunächst war man davon ausgegangen, dass bei Erlabrunn (Landkreis Würzburg) erst in den kommenden Tagen wieder Schiffe fahren dürfen, so der Einsatzleiter der Feuerwehr, Michael Reitzenstein. Mehrere Ölsperren sollen dort verhindern, dass sich der Diesel zu weit im Fluss ausbreitet.

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Bis die Ölsperren wieder aus dem Fluss geholt werden können, sollen unter anderem Drohnenflüge dabei helfen, das Ausmaß der Dieselverschmutzung im Fluss zu überblicken. Bisher seien auch ihm keine größeren Umweltschäden bekannt, sagte Reitzenstein. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe ebenfalls nicht. Eine genaue Bewertung sei aber erst nach Abschluss der Reinigungsarbeiten möglich, teilte das Landratsamt Würzburg mit.
Am Samstag war ein mit mehreren Hundert Menschen besetztes Passagierschiff auf dem Main nahe der Schleuse Erlabrunn havariert. Daraufhin bildete sich ein Dieselfilm an der Wasseroberfläche. Der Main wurde daraufhin auf einer Länge von rund 30 Kilometern für die Schifffahrt gesperrt. Etwa 100 Kräfte der Feuerwehr waren im Einsatz, um die Dieselverschmutzung möglichst gering zu halten und den Kraftstoff wieder aus dem Fluss zu entfernen.
Nachdem die Feuerwehr den Rumpf des Schiffes gereinigt hatte und das Leck repariert worden war, durfte das havarierte Schiff nach einer technischen Überprüfung am Samstagabend bis Schweinfurt weiterfahren.

