Neues Buch zu Ludwig Thoma:Die vielen Gesichter des Ludwig Thoma

Lesezeit: 2 min

Die Rolle des Urbayern erfüllte er ziemlich gut: Ludwig Thoma in seinem Haus auf der Tuften in Rottach am Tegernsee. Das Foto entstand vor 1914. (Foto: Süddeutsche Zeitung Photo)

An ihm scheiden sich die Geister – ein neuer Sammelband vereint aktuelle Forschungen über den Schriftsteller, der sich gern als Urbayer stilisierte und zu nationalistischen Ausfällen neigte.

Von Sabine Reithmaier

Eine Ikone der bayerischen Literatur, aber auch ein Autor voller Ambivalenzen und zu seinem Lebensende hin bedrückend antisemitisch. An der Einordnung von Ludwig Thoma scheiden sich die Geister, vor allem seit der Landeshistoriker Wilhelm Volkert 1989 eine kommentierte Edition von Thomas Hetzartikeln aus den Jahren 1920/21 vorgelegt hat. Angeregt hatte diese Publikation der Regensburger Germanist Bernhard Gajek, eine der Koryphäen der quellenkritischen Thoma-Forschung, aber auch Mentor und Förderer vieler Literaturwissenschaftler, die sich mit dem bayerischen Dichter beschäftigen. Anlässlich von Gajeks 95. Geburtstag haben nun drei dieser Forscher, nämlich Gertrud Maria Rösch, Wilhelm Liebhart und Klaus Wolf, eine lesenswerte Festschrift herausgegeben, deren Beiträge ganz verschiedenen Aspekten in Leben und Werk Thomas nachspüren.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusNeue Ausstellung in der Pinakothek der Moderne
:Die ewige Sehnsucht nach Ruhm

Wie wird und bleibt man berühmt? Eine Ausstellung in der Pinakothek der Moderne zeigt, dass Hendrick Goltzius und Peter Paul Rubens nicht nur begnadete Künstler waren, sondern auch Meister der Vermarktung.

Von Jürgen Moises

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: