Mordfall Peggy:"Ein gruseliges Zerrbild"

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Lichtenberg: herbstlich schön gelegen im Frankenwald und doch bekannt auf eine Art, auf die man dort gern verzichtet hätte. (Foto: Helmut Welte/oh)

In Lichtenberg wurden Anwesen durchkämmt, ein Garten umgegraben und ein Grab geöffnet. Mit Militärmaschinen wurde nach der vor 20 Jahren verschwundenen Peggy gesucht: ergebnislos. Seitdem kämpft die Stadt um ihren Ruf.

Von Olaf Przybilla, Lichtenberg

Bürgermeister Kristan von Waldenfels war gerade ein Jahr alt, als Peggy am 7. Mai 2001 in Lichtenberg verschwand. Er lebte zu der Zeit noch in Berlin, 2005 ist er mit seinen Eltern in das Städtchen in Oberfranken gezogen, wo der hübscheste Platz an der Burg mit Ausblick auf den Frankenwald seinen Familiennamen trägt: Waldenfelsplatz. Wann Waldenfels das erste Mal wahrnahm, dass seine neue Heimat auf eine Art bekannt ist in der Republik, auf die sie sehr gerne verzichten würde? Weiß Waldenfels nicht mehr exakt, klar, aber irgendwann im Kindergarten muss es gewesen sein.

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