Augsburg:Schulwerk entlässt Lehrer, der Verhältnis mit Schülerin hatte

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Augsburg: Ein Lehrer des Schulwerks Augsburg hatte ein Verhältnis mit einer Schülerin und soll versucht haben, sich auch einer weiteren zu nähern.

Ein Lehrer des Schulwerks Augsburg hatte ein Verhältnis mit einer Schülerin und soll versucht haben, sich auch einer weiteren zu nähern.

(Foto: Annette Riedl/dpa)

Erst sollte er wieder unterrichten, dann doch nur in der Verwaltung arbeiten: Nun trennt sich der katholische Träger ganz von dem Lehrer - weil er sich womöglich noch mehr zuschulden hat kommen lassen.

Von Rainer Stadler

Das Schulwerk Augsburg hat nun doch den Lehrer entlassen, der an seiner früheren Schule ein Verhältnis mit einer Abiturientin hatte und seit Sommer an einem Gymnasium des katholischen Trägers im schwäbischen Dillingen unterrichtete. Zunächst hatte das Schulwerk dessen Anstellung damit gerechtfertigt, dass der Lehrer Reue gezeigt und deshalb eine zweite Chance verdient habe. Auf einer Elternversammlung seiner aktuellen Schule Ende Oktober sprach die große Mehrheit den Verantwortlichen das Vertrauen für diese Entscheidung aus.

Doch als die öffentliche Kritik nicht abriss und auch Johannes Heibel, Vorsitzender der "Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen", gegen den weiteren Einsatz des Lehrers protestierte, reagierte Schulwerksleiter Peter Kosak. "Um die Situation für alle Beteiligten zu beruhigen", entschied er, den Lehrer nur noch bis März unterrichten zu lassen und ihn anschließend in die IT-Abteilung des Trägers zu versetzen.

Entgegen dieser Ankündigung hat das Schulwerk den Lehrer Ende vergangener Woche vom Dienst freigestellt. Kosak begründet die neuerliche Kehrtwende mit Gesprächen, die er mit der Betroffenen geführt habe, die inzwischen studiert, sowie mit einer weiteren ehemaligen Schülerin. Nach SZ-Informationen soll sie einen Chatverlauf vorgelegt haben, der dokumentiert, wie der Lehrer versuchte, sich auch ihr zu nähern. Das hatte er wohl noch vor wenigen Monaten bei seiner Einstellung bestritten. Damit, sagt Kosak, sei das Vertrauensverhältnis für eine weitere Anstellung, auch in der Verwaltung des Schulträgers, zerstört.

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