Günzburg:Nach Unfall im Legoland - Suche nach Ursache dauert wohl Wochen

Lesezeit: 1 min

Günzburg: Neben dem Logo am Eingang zum Legoland ist eine Achterbahn zu sehen.

Neben dem Logo am Eingang zum Legoland ist eine Achterbahn zu sehen.

(Foto: Stefan Puchner/dpa)

31 Menschen kamen bei der Kollision zweier Achterbahnzüge in dem Freizeitpark in Schwaben zu Schaden, darunter mehrere Kinder. Ein Schwerverletzter wird laut Polizei noch im Krankenhaus behandelt.

Nach dem schweren Achterbahn-Unfall mit 31 Verletzten im Günzburger Vergnügungspark Legoland haben fast alle Betroffenen das Krankenhaus wieder verlassen. Laut Polizei Kempten werde derzeit noch eine Person mit schweren Verletzungen im Krankenhaus behandelt. Zuvor hatte Legoland-Geschäftsführerin Manuela Stone bei einem knappen Pressestatement am Freitagmittag angegeben, dass inzwischen alle Personen die Klinik verlassen hätten. Fragen zu Ursachen und Hintergründen des Unfalls beantwortete sie nicht.

Die Ermittlungen zur Ursache könnten sich lange hinziehen. Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft sagten am Freitag, dass die Erstellung des Unfallgutachtens wohl einige Wochen oder gar Monate dauern werde. Erst danach werde es Klarheit über den Grund des Unglücks in dem Freizeitpark geben. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm ermittelt indes unter dem vorläufigen Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung, gegen einen oder mehrere konkrete Beschuldigte richtet sich dieses bislang nicht. Das sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd in Kempten am Freitag auf Anfrage. Die Behörden hatten die Achterbahn "Feuerdrache" nach dem Unfall gesperrt.

Am Donnerstagnachmittag war ein Zug auf den vorausfahrenden aufgefahren. 31 Menschen wurden bei dem Aufprall verletzt, einer davon schwer. Bei den Verletzten handelt es sich laut Polizei um zehn Kinder, einen Jugendlichen und 20 Erwachsene. 16 der Verletzten wurden vorübergehend in ein Krankenhaus gebracht. Ein Sachverständiger soll die Achterbahn am Freitag begutachten, wie der Polizeisprecher sagte. Der Themenbereich, in dem das Fahrgeschäft steht, ist derzeit gesperrt - der Rest des Freizeitparks ist geöffnet. Bislang ist ungeklärt, ob ein technischer Defekt oder ein Fehler des Personals Ursache war. Keiner der beiden Züge entgleiste, es fiel auch kein Fahrgast heraus.

Ein Ermittlungsverfahren ist nach derartigen Unfällen übliches Prozedere. Die Staatsanwaltschaft Memmingen hatte sich noch am Donnerstagabend in dem Freizeitpark einen ersten Überblick verschafft. Abgesehen von dem geschlossenen Themenbereich, in dem die Achterbahn steht, soll der Betrieb im Legoland normal weiter laufen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitgeteilt hatte. Am vergangenen Samstag hatte es in Rheinland-Pfalz einen schweren Freizeitpark-Unfall gegeben, als eine 57 Jahre alte Frau aus einer fahrenden Achterbahn stürzte und starb.

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Freizeitpark in Schwaben
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In dem Freizeitpark im schwäbischen Günzburg stoßen zwei Züge eines Fahrgeschäfts zusammen. 31 Menschen werden dabei verletzt, davon eine Person schwer.

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