Süddeutsche Zeitung

Delegiertenversammlung:Landesbund für Vogelschutz gibt sich neuen Namen

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) hat künftig einen neuen Namen - und zwar Landesbund für Vogel- und Naturschutz. Das beschlossen die Delegierten auf ihrer Versammlung am Samstag in Amberg. Keine Neuerung gab es bei der Verbandsführung: Norbert Schäffer bleibt Vorsitzender. "Der Vogelschutz wird für immer eine wichtige Kernaufgabe unserer Tätigkeiten bleiben, doch der Einsatz des LBV zeigt sich in allen Bereichen des Naturschutzes", begründete Schäffer die Namenserweiterung laut Mitteilung. "Die neue Langversion unseres Namens umfasst nun endlich unsere Faszination für Vögel und Natur und zeigt auf einen Blick, wer der LBV ist und was wir tun."

Mit dieser Ergänzung trage der LBV einer Entwicklung Rechnung, die bereits der ehemalige Vorsitzende Ludwig Sothmann Ende der 1970er-Jahre angestoßen habe. Er hatte damals den zusätzlichen Fokus des Verbands auch auf den allgemeinen Arten- und Biotopschutz ausgerichtet. Der LBV werde sich auch in Zukunft dafür einsetzen, gemeinsam mit anderen Akteuren "Lösungen für die große Zwillingskrise aus Klimawandel und Artensterben zu entwickeln", sagte Schäffer. Der Einsatz des LBV für eine intakte Natur sei gerade jetzt besonders wichtig, da einige unter dem Vorwand der Auswirkungen des Ukraine-Krieges versuchten, den Naturschutz zurückzudrängen.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) bezeichnete den LBV als bedeutenden "Initiator, Motor und eine zentrale Anlaufstelle für Naturschutz und Umweltbildung im Freistaat". Der LBV unterhält in Bayern nach eigenen Angaben 3300 Hektar eigene Schutzgebiete und betreibt elf staatlich anerkannte Umweltstationen. Der Landesbund zählt 4000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

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