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Lauingen:FDP-Chef Duin im Amt bestätigt

Landesparteitag der Bayern FDP

Albert Duin war 2013 überraschend zum Landesvorsitzenden der FDP gewählt worden. Kurz zuvor waren die Liberalen aus dem Landtag geflogen.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand)

Landesvorsitzender fordert: "Wir müssen Gräben schließen"

Der bayerische FDP-Chef Albert Duin ist bei einer Kampfabstimmung gegen zwei Herausforderer klar im Amt bestätigt worden. Auf dem Landesparteitag der Liberalen im schwäbischen Lauingen bekam der 62-Jährige am Samstag von den rund 400 Delegierten 71,4 Prozent der Stimmen. Duin führt die bayerische FDP seit November 2013. Sein Gegenkandidat Alexander Putz kam auf knapp 26 Prozent. Der Landshuter FDP-Kreisvorsitzende hatte bereits vor dem Parteitag im Landkreis Dillingen seine Bewerbung angekündigt. Bei der Versammlung stieg dann auch noch kurzfristig Robert Würll-Hörning als dritter Bewerber in den Ring, er hatte mit weniger als ein Prozent der Stimmen jedoch keine Chance.

Die beiden Herausforderer hatten kritisiert, die Partei sei seit der Landtagswahl 2013, als die FDP als Regierungspartei aus dem Maximilianeum flog, viel zu wenig in der Landespolitik präsent. Putz beklagte eine "Diskrepanz" zwischen der Eigenwahrnehmung und dem Bild, das die Öffentlichkeit von der Bayern-FDP habe: "Hören wir auf, uns selbst auf die Schulter zu klopfen, klopfen wir den anderen lieber auf die Finger." Duin forderte die Partei nach seiner Wiederwahl zur Geschlossenheit auf: "Wir müssen die Gräben schließen." Nach seiner Ansicht hat der Wiederaufstieg der Liberalen begonnen. Die Partei sei allerdings noch nicht am Ziel. "Das Tal der Tränen ist fast durchschritten", sagte der 62-Jährige.

Der Bundesregierung warf er ein Versagen in der Flüchtlingsfrage vor: Sie gebe "ein wahnsinnig klägliches Bild ab". Die EU müsse eine Lösung finden für die Flüchtlinge, forderte der Münchner Unternehmer. Diese Lösung dürfe nicht sein, "Beton und Stacheldraht wieder hochzuziehen".

Der ebenfalls im Amt bestätigte Generalsekretär Daniel Föst führt Duins klaren Sieg auf dessen Politikstil zurück. Der Landesvorsitzende sei in der Lage, für seine Positionen zu kämpfen und die Menschen zu begeistern. "Jetzt kommen die entscheidenden zwei Jahre für die Bayern-FDP", sagte Föst. Die drei Stellvertreter des Münchner Duins kommen alle aus Franken. Neben Britta Dassler, die keinen Gegenkandidaten hatte, setzten sich Sebastian Körber und Karsten Klein in Kampfabstimmungen durch. Klein genießt einen guten Ruf als Finanzexperte, er gehörte bis 2013 dem Landtag an. Dem damaligen Fraktionschef Thomas Hacker indes misslang in Lauingen eine Rückkehr. Er unterlag im Duell gegen Körber.

© SZ vom 23.11.2015 / dpa, wiw
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