Bayern Das sind die Wahlversprechen der Parteien

Was die Parteien zu den Themen Zuwanderung und Integration, Wohnen, Umwelt, Soziales und Bildung sagen. Die Programme zur Landtagswahl im Überblick als Orientierungshilfe für Unentschlossene.

Wer sich vor der Landtagswahl pflichtbewusst informieren will, stößt ziemlich schnell auf eine Hürde: Die Wahlprogramme der bayerischen Parteien sind schwer zu verstehen. Zu dem Ergebnis sind Kommunikationswissenschaftler der Universität Hohenheim gekommen, die die Programme mithilfe einer Software auf komplizierte Wortwahl, zu lange und zu verschachtelte Sätze sowie Fremdwörter untersucht haben. Eingestuft wurde auf einer Skala von 0 (völlig unverständlich) bis 20 (sehr verständlich).

Am besten schnitt da noch die CSU mit 12,8 Punkten ab, gefolgt von den Grünen und der SPD (beide 9,3), der FDP (9,0) und der Linken (7,5). Das Schlusslicht bildet die AfD mit nur 6,2 Punkten. Im bundesweiten Vergleich landet der Freistaat mit durchschnittlich 9,0 Punkten immerhin noch auf Platz zwei.

Die Patchworkdecke der Landespolitik: So sehen die Wahlprogramme aus, wenn sie nach der Zahl der Wörter gewichtet werden - bitte tippen Sie auf das Bild, um es ganz zu sehen.

(Foto: SZ-Grafik: Julia Franziska Kraus)

Die Forscher monierten unter anderem die Anzahl besonders langer Wörter wie "Modernisierungsmieterhöhungen" (Linke) und Fremdwörter wie "Gender Budgeting" (SPD) oder "Fast Lanes" (CSU). Die meist genutzten Wörter der Parteien waren übrigens "Bayern" und "Menschen".

Bis auf die AfD bieten alle untersuchten Parteien Kurzversionen ihrer Wahlprogramme in einfacherer Sprache an. "Fast 50 Prozent der befragten Parteimitglieder gaben an, die Kurzversion ihres Wahlprogramms vollständig gelesen zu haben", sagte Prof. Frank Brettschneider. Die lange Version lasen hingegen nur 16 Prozent.