Tod im Seniorenpark:Könnten sie noch am Leben sein?

Lesezeit: 7 min

Tod im Seniorenpark: Hans Müller hält ein gerahmtes Portrait seiner jüngst verstorbenen Mutter in seinen Händen.

Hans Müller hält ein gerahmtes Portrait seiner jüngst verstorbenen Mutter in seinen Händen.

24 Menschen sind nach einem Corona-Ausbruch in einem Landshuter Altenheim gestorben. Angehörige haben den Verdacht, dass die Bewohner schlecht versorgt worden sind. Von vollen Windeln ist die Rede, von Pflegern ohne Maske und mangelnder Hygiene. Und die Vorwürfe sind nicht neu.

Von Lisa Schnell

Christa Jones steht vor ihrem Sekretär im Wohnzimmer, der jetzt ein Altar ist. Eine Kerze flackert in einem Windlicht, daneben in einem goldenen Rahmen die Trauerkarte ihres Vaters: Heinz Klose, lila Blumen und das Bild, auf dem er sie direkt anlächelt. Jones blickt raus in den Frühling. An so einem Tag wäre er mit dem Rad gekommen, sagt sie. Er brachte ihr die Zeitung, mittags fuhr er zu Brandt, der Zwiebackfabrik, wenn es in der Kantine einen guten Schweinebraten gab. Er war 88 Jahre alt, "immer unterwegs", sagt Jones, die 66 Jahre alt ist und immer noch "Papa" sagt: "Der Papa war eigentlich fit."

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Porsche-Architektur
Willkommen im schwäbischen Valley
Medizin
Ist doch nur psychisch
Digitalisierung
KI, unser Untergang?
Morning in our home; alles liebe
Beziehung
Wenn der einseitige Kinderwunsch die Beziehung bedroht
We start living together; zusammenziehen
Beziehung
"Die beste Paartherapie ist das Zusammenleben"
Zur SZ-Startseite