Landshut:Impfstoff zu lange im Kühlschrank

Von Dietrich Mittler, Landshut

Im Impfzentrum der Stadt Landshut sind "über rund sechs Wochen hinweg" Dosen des Herstellers Moderna verabreicht worden, die gemäß den europäischen Vorgaben zu lange im Kühlschrank aufbewahrt wurden. Dies teilte ein Sprecher der Stadt am Freitag mit. Davon seien insgesamt 1722 Personen betroffen, die zwischen dem 23. Mai und dem 7. Juli mit dem Vakzin geimpft wurden. "Dieser bedauerliche Fehler ist unserem Impfzentrum Mitte der Woche aufgefallen", sagte Oberbürgermeister Alexander Putz. Und: "Wir werden alle Betroffenen, die ich im Namen der Stadt Landshut aufrichtig um Entschuldigung bitte, natürlich umgehend auch schriftlich informieren." Nach Angaben von Uwe Schubart, dem Ärztlichen Leiter des Impfzentrums, sind "keine negativen Folgen für die Gesundheit zu befürchten". In den USA werde der Impfstoff mittlerweile bis zu drei Monate lang bei Kühlschrank-Temperatur gelagert, "ohne dass seither ungewöhnliche Nebenwirkungen oder eine verminderte Wirksamkeit des Impfstoffs beobachtet worden wären". In Europa gelten bislang andere Regelungen. Hier darf der Impfstoff lediglich vier Wochen lang bei Kühlschranktemperatur, also bei plus zwei bis plus acht Grad, gelagert werden. Die Stadt stehe bereits im Austausch mit dem Gesundheitsministerium. Dabei geht es unter anderem auch um die Frage, ob die Betroffenen nun über einen ausreichenden Impfschutz verfügen.

© SZ vom 24.07.2021
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