Maskenverweigerin vor Gericht:Die Welt der Frau S.

Lesezeit: 3 min

Maskenpflicht im Unterricht bleibt in Sachsen bestehen

Christine S. war 13 Jahre lang am Gymnasium in Landsberg. Dann kam Corona und sie wollte keine Maske im Unterricht tragen.

(Foto: dpa)

Keine Maske, kein Job: Eine Lehrerin erscheint nicht mehr an ihrer Schule - und stattdessen auf Querdenker-Demos. Nun will der Freistaat Bayern sie entlassen. Und mit einem Mal fühlt sie sich missverstanden.

Von Ben Bergleiter, Viktoria Spinrad und Thomas Stöppler

Nach einer halben Stunde verliert Christine S. die Fassung. Ihre Stimme zittert, ihre Wangen laufen rot an. Sie sei unter Druck gesetzt worden, keine Maske zu tragen, sagt die 51-Jährige fast flehentlich zur Richterin. Sie habe "taktisch unklug" gehandelt. "Ich möchte nicht, dass mir hier ein Vorsatz unterstellt wird." Wer sie wie bedrängt haben soll, sagt sie nicht. Es sind die Worte einer Frau, die um ihr berufliche Zukunft als verbeamtete Lehrerin in der Schule bangt. Doch die Richterin mag sich nicht recht erwärmen. "Das ist keine Begründung für Nichterscheinen", sagt sie und zieht die Augenbrauen hoch.

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