Landsberg am Lech:Testfahrer Scheuer

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Bundesverkehrsminister besucht alten Fliegerhorst Penzing

Von Florian Fuchs, Landsberg am Lech

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer darf am Donnerstag in Penzing seinem Posten alle Ehre machen: Anfahrt mit dem Auto, Rundfahrt mit dem Bus, Testfahrt mit einem Lkw. Sie hatten sich schon ein großes Programm ausgedacht für den Besuch aus Berlin am Testzentrum des ADAC, bei dem es aber nicht nur um Abbiegeassistenten bei Lastwagen ging, sondern auch um die künftige Nutzung des alten Fliegerhorstes Penzing. Der ADAC will hier einen Innovationscampus aufbauen und so "neue Mobilitätsformen erlebbar" machen.

Der Deutsche Automobil-Club betreibt in Penzing und dem benachbarten Landsberg am Lech bereits Standorte. In Landsberg führt der ADAC Verbraucherschutztests durch, es geht um Verkehrssicherheit, Umwelt- und Klimaschutz sowie um Neuentwicklungen bei Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur. Auf dem ehemaligen Fliegerhorst testen Experten seit etwa fünf Jahren vor allem automatisierte Fahrfunktionen. Der Innovationscampus soll das Repertoire nun erweitern: Wie bewegen sich Menschen in Zukunft fort? Wie werden Waren transportiert? Das sind Fragen, die das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft des Verkehrsministeriums klären soll - und bei dem der Innovationscampus des ADAC in Penzing als Satellit des bundesweiten Projekts ebenfalls Antworten finden will. Auch Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sollen bei dem interdisziplinären Projekt des Bundes mitwirken.

Dass sich der Bundesverkehrsminister am Donnerstag über das Gelände in Penzing fahren ließ, ist also kein Zufall. Was automatisiertes Fahren bedeutet, erfuhr Scheuer laut ADAC auf dem Beifahrersitz eines Lastwagens unter anderem auch bei Tests von Notbremsassistenten vor einer Fahrzeugattrappe und ungeschützten Verkehrsteilnehmern - und bei einem Test mit einem Parkassistenten sowie Spurhalteassistenten. Die Erprobung "neuer Mobilitätsformen", wie sie dem ADAC an dem Standort künftig vorschwebt, bezieht sich aber auch auf Konzepte, wie sie Landsberg forcieren will. Der Ort will eine Modellstadt für intelligente Mobilität werden, unter anderem mit Sharingflotten aus E-Autos, E-Bikes oder auch Lastenrädern. Von einem E-Mobilitätskonzept, so formulierte es Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl Ende vergangenen Jahres, verspreche sie sich Impulse für Wege weg vom klassischen Verkehr hin zu mehr E-Mobilität und damit auch zu mehr Aufenthaltsqualität in der Stadt.

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