Nach Brand in WasserkraftwerkTaucher suchen Donau nach Sabotage-Beweisen ab – Extremismus-Verdacht

Polizeitaucher im Einsatz. (Symbolbild)
Polizeitaucher im Einsatz. (Symbolbild)
Foto: Armin Weigel/dpa

Nach mutmaßlichen Sabotageakten auf die Stromversorgung in der Oberpfalz suchen Ermittler intensiv nach Spuren. Auch Polizeitaucher rückten an.

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Nach einem Brand in der Nähe eines Wasserkraftwerks in Regensburg und einer versuchten Brandstiftung an einem Strommast im benachbarten Pentling (Landkreis Regensburg) ist am Dienstag nach Spuren gesucht worden. Dafür war eine Tauchergruppe der Bayerischen Bereitschaftspolizei an einem Wehr in der Donau im Einsatz.

Wie ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) erklärte, ist die Spurensuche am Land bereits abgeschlossen, nun habe man sich auf die Donau konzentriert. Eine Unterwassersuche erfordere entsprechende Vorbereitung, weshalb der Einsatz erst jetzt durchgeführt worden sei.

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Bei dem Tauchgang, an dem mindestens vier Beamte beteiligt waren, entdeckte die Polizei zwar ein mutmaßlich 20 Jahre altes Moped. Spuren zum konkreten Fall seien nach ersten Erkenntnissen aber nicht gefunden worden, sagte der LKA-Sprecher. Eine abschließende Auswertung stehe jedoch noch aus.

Hintergrund des Einsatzes sind Vorfälle aus der Nacht auf den 8. Juni. Zunächst gelangten Unbekannte an einen Strommast bei Pentling. Sie versuchten, mit einem Brandsatz dort ein Feuer zu legen, was aber scheiterte. Wenige Stunden später setzten Täter in einem Lüftungsschacht am sogenannten Pfaffensteiner Wehr an der Donau mehrere Kabel in Brand.

Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt wegen möglicher Sabotage durch Extremisten. Die Zuständigkeit liegt bei der Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus. Gemeinsam mit dem LKA wird unter anderem geprüft, ob es Zusammenhänge zu anderen Vorfällen gibt – so etwa zu einem großflächigen Stromausfall im baden-württembergischen Reutlingen, der ebenfalls durch einen Brand in einem Umspannwerk verursacht worden war.

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