Landeskriminalamt Weniger Ermittlungen wegen Geldfälschung

In Bayern ist im vergangenen Jahr seltener wegen des Verdachts auf Geldfälschung ermittelt worden. Nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) gab es etwa 7900 Verfahren. Im Jahr 2017 waren es noch mehr als 10 000 gewesen. "Trotz eines Rückgangs bewegen sich die Fallzahlen nach wie vor über dem Durchschnitt der letzten Jahre", sagte ein Sprecher des LKA. Im Freistaat wurden im vergangenen Jahr rund 10 400 gefälschte Euro-Noten im Zahlungsverkehr sichergestellt. Bei Ermittlungen der Polizei entdeckten die Beamten 2900 Blüten (2017: 1700), die noch nicht in den Handel gelangt waren. Die Hauptproduktionsstätten der Fälscher liegen nach Angaben des Landeskriminalamtes in Italien und Bulgarien.

Besonderes Aufsehen erregte im Mai 2018 ein Fall, bei dem bayerische Ermittler 100 000 Euro einer italienischen Geldfälscherbande sicherstellten. Dass immer öfter Internet- und Darknetdienste genutzt werden, macht es für die Justiz zunehmend schwieriger, Geldfälschern auf die Schliche zu kommen. Der Verkauf des Falschgelds erfolge über Marktplätze im sogenannten Darknet, einem verborgenen Teil des Internets. Bezahlt werde in digitaler Währung. Ausgeliefert werde vielfach über Packstationen oder Scheinadressen, erklärte das LKA.