Politik in BayernWie die Nazis mit Statistik ihre Diktatur legitimiert haben

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Daten als Grundlage der „Volksgemeinschaft“. Früh zu sehen ist das etwa bei  der großen Ausstellung „Die Frau“, die in den ersten Monaten der nationalsozialistischen Regierung Mitte März 1933 eröffnet wurde. Im Hintergrund Ausstellungstafeln mit Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung.
Daten als Grundlage der „Volksgemeinschaft“. Früh zu sehen ist das etwa bei  der großen Ausstellung „Die Frau“, die in den ersten Monaten der nationalsozialistischen Regierung Mitte März 1933 eröffnet wurde. Im Hintergrund Ausstellungstafeln mit Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung.
Scherl/Süddeutsche Zeitung Photo

Die amtliche Erhebung von Zahlen bringt viele Menschen zum Gähnen, dabei ist das Thema hochpolitisch. Das Landesamt in Fürth hat seine NS-Vergangenheit und den Übergang zur Demokratie nun untersuchen lassen. Mit Lehren bis in die heutige Zeit.

Von Johann Osel, Fürth

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Von „lähmenden Einwirkungen auf den Willen des Volkes“ sprach Friedrich Burgdörfer, von „destruktiven“ Einflüssen durch die „Volksverderber“. Damit meinte der Statistiker in einer Rede im Sommer 1938 in München: „das wurzellose, aufgeklärte, verstädterte und alles zersetzende Judentum“.

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Als das Ende des Dritten Reiches bereits unmittelbar bevorstand, zwang die SS Zehntausende Gefangene auf Todesmärsche. Über ein Verbrechen, an dem sich vielerorts auch die bayerische Bevölkerung beteiligte. Und über Helden, die über sich hinauswuchsen.

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