Nachruf auf Lady JillZum Abschied ein letztes „Howdy“

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Die St. Joseph's Church in „Pullman City“ war für Uschi Max alias Lady Jill der zentrale Arbeitsplatz.
Die St. Joseph's Church in „Pullman City“ war für Uschi Max alias Lady Jill der zentrale Arbeitsplatz. Foto: privat

Als Lady Jill war Uschi Max die zentrale Figur in der Westernstadt „Pullman City“ im Bayerischen Wald. Nun ist sie im Alter von 54 Jahren gestorben.

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Müsste man raten, wo die Trauerfeier stattfindet, man würde auf die St. Joseph’s Church tippen, eine hölzerne Kapelle im Stil des Wilden Westens. Als Hochzeitsplanerin war für Lady Jill diese Kapelle über fast 30 Jahre hinweg der Arbeitsplatz. Sie hat hier in der Westernstadt „Pullman City“ in Eging am See bei freien Trauungen viele Paare fest miteinander verbunden. Immer auf dem Kopf: den Cowboyhut, ein für sie unentbehrliches Accessoire.

Uschi Max, wie Lady Jill mit bürgerlichem Namen hieß, ist hier im Freizeitpark nicht nur in eine Rolle geschlüpft, sie war regelrecht die Reinkarnation einer Südstaatendame. Mit ihr hat die Westernstadt im Bayerischen Wald nun aber seine zentrale Figur verloren. Max ist am Montag im Alter von nur 54 Jahren gestorben. „Wir können nicht in Worte fassen, welch große Lücke du hier hinterlässt“, postete Pullman City in den sozialen Medien.

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Nahezu tagtäglich die Figur der Lady Margreth Jill Barlow zu verkörpern, das war für Max so etwas wie die Erfüllung eines Kindheitstraums. Schon als Mädchen hatte sie ein Faible für Western. Nachdem sich ihre Eltern getrennt hatten, blieb sie beim Vater, der als Busfahrer allerdings wenig Zeit hatte. Alleine vor dem Fernseher tauchte sie dann tief ein in das Amerika des 18. und 19. Jahrhunderts, wie es ihr in Filmen wie „Der mit dem Wolf tanzt“ präsentiert wurde.

Mit Ende 20 lernte Max einen Mitbegründer von „Pullman City“ kennen. Die beiden wurden ein Paar, der Themenpark entwickelte sich für Max quasi zum zweiten Zuhause. In dieser Phase loderte die Flamme des Südens in ihr so richtig wieder auf. Als Gitarre spielende Sängerin, blonde Südstaatenschönheit und eben als Hochzeitsplanerin und Traurednerin wurde sie zu einem prägenden Teil der History-Show dort.

Die Anteilnahme an ihrem Tod ist in den sozialen Medien groß: „Solche Menschen verschwinden nicht. Sie bleiben in Geschichten, in Erinnerungen“, schreibt da einer. Andere Teilen Videos von ihren Gesangsauftritten. Und wenn noch die Frage nach der richtigen Trauermusik aufkommt: „Take Me Home, Country Roads“ von John Denver. Nicht nur ihr Klingelton auf dem Handy, sondern auch ihr absolutes Lieblingslied.

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:In Lady Jill lodert die Flamme des Wilden Westens

Uschi Max schlüpft in Pullman City in die Kleidung und Haut von Lady Margreth Jill Barlow. In der Westernstadt im Bayerischen Wald ist sie für etwa 30 Paare pro Saison Traurednerin, die im 19. Jahrhundert in den Südstaaten der USA lebt.

SZ PlusVon Sophie Burkhart

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