Die NS-Vergangenheit des Bamberger Kunstvereins:Bruchloser Systemwechsel

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Die Quellenlage war extrem dünn: Das Protokollbuch des Bamberger Kunstvereins war die Basis für die wissenschaftliche Untersuchung. (Foto: Jürgen Wilhelm)

Zum 200-jährigen Bestehen erforscht der Kunstverein Bamberg seine Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus, um diese "offene Flanke" in der Darstellung der eigenen Geschichte endlich zu beseitigen.

Von Sabine Reithmaier, Bamberg

Lang hat es gedauert, bis sich die bayerischen Kunstvereine daran machten, ihre nationalsozialistische Vergangenheit zu erforschen. Nach München und Nürnberg hat nun auch der Kunstverein Bamberg diese düsteren Jahre erkundet. Anlass bot das 200-jährige Bestehen, das die am 12. Dezember 1823 gegründete Vereinigung heuer feiert. Genau der richtige Zeitpunkt, um diese "offene Flanke" in der Darstellung der eigenen Geschichte zu beseitigen, findet Jürgen Wilhelm, Schatzmeister des Vereins und Organisator der Veranstaltung, auf der die Forschungsergebnisse zur Rolle des Vereins während der Nazi-Zeit vorgestellt werden.

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