Kunstbetrug Picasso, Warhol, Magritte: 29-Euro-Kopien als handsignierte Originale verkauft

Was für ein Ochse: die Fälschung des Kunstwerks "Le Taureau IV" von Pablo Picasso.

(Foto: dpa)

Das bayerische Landeskriminalamt hat in Oberbayern einen Grafiker überführt, der Dutzende Kunstliebhaber abzocken wollte.

Werke von Pablo Picasso, Andy Warhol, Otto Dix oder René Magritte hat ein 63-Jähriger im Internet feilgeboten - es waren allesamt Fälschungen. Das Bayerische Landeskriminalamt hat einen Grafiker aus Oberbayern überführt, der Kopien zu angeblichen Originalen machte.

Wie die Fahnder am Freitag mitteilten, kaufte der Mann die eindeutig als Kopien gekennzeichneten Bilder für Preise zwischen 29 und 700 Euro im Internet. Anschließend veräußerte er sie ebenfalls im Internet für bis zu 20 000 Euro weiter - mit einer neuen Beschreibung und dem Hinweis "handsigniert".

Nachweislich habe der Verdächtige acht Fälschungen verkauft, berichtet die Polizei, den Käufern sei dadurch "ein Vermögensschaden im fünfstelligen Bereich entstanden". Bei Durchsuchungen wurden 37 weitere Fälschungen sichergestellt - offenbar wollte der 63-Jährige noch mehr Kunstliebhaber abzocken.

Bei seiner Festnahme behauptete der Grafiker zunächst, er habe die Kopien als Originale erkannt. Schließlich gestand er aber, zu eindeutig waren die Beweise. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren wegen Betruges und Urkundenfälschung ein.

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