Schwabens erste Landrätin will sich nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal zur Wahl stellen. Die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker kündigte an, dass sie bei der Kommunalwahl 2026 nicht kandidieren werde. Die Entscheidung begründete die CSU-Politikerin mit familiären Belastungen.
Zinnecker war 2014 erstmals zur Chefin der Kreisbehörde in Marktoberdorf gewählt worden. Sie hatte damals dem Freie-Wähler-Politiker Johann Fleschhut in der Stichwahl den Posten abgenommen. Zinnecker wurde die erste Frau an der Spitze eines Landratsamtes in Schwaben, in anderen Bezirken gab es damals schon länger Politikerinnen in dieser Position.
Im Jahr 2020 wurde Zinnecker souverän wiedergewählt. „Das Amt der Landrätin ist eines der schönsten, das man in Bayern haben kann. Für mich war es der Höhepunkt meiner gesamten beruflichen Karriere“, sagte sie nun. Sie habe sich den Verzicht nicht leicht gemacht. Die 60-Jährige begründete den Schritt mit einer schweren Erkrankung ihres Mannes.

Der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner will ebenfalls nicht erneut zur Wahl antreten. Dies teilte der Freie-Wähler-Politiker in einer persönlichen Erklärung mit. „Es ist der rechte Zeitpunkt, nach dann immerhin 30 Jahren Amtszeit die Verantwortung in andere Hände zu geben“, begründete Söllner den Schritt mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen am 8. März 2026.
Es erfülle ihn mit großer Freude und vor allem Dankbarkeit, dass er über einen so langen Zeitraum für den Landkreis und in vielen Gremien für die gesamte Region Verantwortung habe tragen dürfen. Der 68-jährige Söllner hat den Landrats-Posten in Kulmbach seit 1996 inne. Seitdem wurde er viermal wiedergewählt. Davor war er unter anderem Bürgermeister von Stadtsteinach im Landkreis Kulmbach.

