Die Stadt Kulmbach wehrt sich gegen Vorwürfe des Landesvereins für Heimatpflege. Der Abriss des ehemaligen Güterbahnhofs sei „weder voreilig noch unnötig“ gewesen, heißt es in einer Erklärung. Der 2023 abgebrochene Bau sei für die Entwicklung des geplanten Campus-Areals „unabhängig von Straßenbaufragen nicht integrierbar gewesen“. Das Gebäude sei in seiner Substanz „schwer geschädigt“ gewesen und hätte begrenzte Gestaltungsspielräume weiter verengt: Bei einem Erhalt „wäre flächenmäßig schlicht nicht genügend Platz für die geplanten Strukturen“ gewesen. Insofern sei der Abriss – so die Stadt – „Voraussetzung für die städtebauliche Entwicklung“ des Areals gewesen.
Der Landesverein hatte den Abriss am Dienstag, nach dem mutmaßlichen Aus eines auf dem Areal ebenfalls geplanten Straßenbauprojekts, als „unnötig und sinnlos“ kritisiert und den Verlust des geschichtsträchtigen Baus als „Kulmbacher Denkmal-Debakel“ bezeichnet. Konfrontiert damit hatte sich die Stadt am Dienstag nicht zu den Vorwürfen geäußert.

