Brauerei Kuchlbauer:Diesmal kein Hundertwasser

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Bislang ist die Brauerei zum Kuchlbauer in Abensberg vor allem für ihren Hundertwasser-Turm bekannt. Nun will Chef Jacob Horsch wieder auffällig bauen: ein Logistikzentrum mit viel Holz und Grün. Ein Teil der Fassade ist mit Pflanzen bedeckt. (Foto: Brauerei zum Kuchlbauer GmbH & Co. KG)

Der Hundertwasser-Turm ist das Wahrzeichen der Abensberger Brauerei zum Kuchlbauer. Nun baut die Firma erneut ein auffälliges Gebäude: ein Logistikzentrum, das auch Antworten auf Klimakrise und Fachkräftemangel geben soll.

Von Maximilian Gerl, Abensberg

Es benötigt Fantasie, um sich die Zukunft vorzustellen, denn noch ist sie eine Baustelle. Aber die Wände und das Dach stehen schon und manch anderes auch, das man für eine Lagerhalle nicht zwingend braucht. Draußen stemmt sich eine Art hängender Garten in den Aprilregen. Drinnen fällt trotz der grauen Wolken Licht durch große Fenster. Noch ist die Halle weitgehend leer, abgesehen von Jacob Horsch und einigen Arbeitern. Aber bald soll von hier aus Bier quer durch Bayern verschickt werden, klima- und mitarbeiterfreundlich. Und bierpreisfreundlich: Würde er das Gebäude so bauen wie viele andere Logistikhallen, rechnet Horsch vor, "zahle ich das vielleicht in acht Jahren ab". Nur habe er danach immer noch die schwierige Lage bei Energie und Personal, die er dann "in einem Teufelskreis auf die Kiste Bier umschlagen" dürfe.

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