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Kriminalität:Goldschmuck und Einbruchsgerät

Erfolge bei Großkontrollen durch Polizisten aus fünf Bundesländern

Mit einer gemeinsamen Fahndungs- und Kontrollaktion haben Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen der Einbruchskriminalität laut Staatsregierung "einen Schlag versetzt". Wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch mitteilte, waren bei der mehr als zwei Wochen dauernden Aktion länderübergreifend etwa 7000 Polizisten im Einsatz. Am Dienstag endete diese Maßnahme - dabei kontrollierten die Beamten insgesamt fast 30 000 Personen und 18 000 Fahrzeuge, hierbei deckten sie 1474 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten auf. 260 Personen wurden demnach vorläufig festgenommen. Wie Herrmann erklärte, lag der Fokus vor allem auf der Bekämpfung organisierter Einbrecherbanden. Es zeige sich, "dass Bayern für Wohnungseinbrecher ein äußerst ungemütliches Pflaster ist. Das spricht sich natürlich auch in kriminellen Kreisen herum".

Neben zahlreichen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz oder Fahren ohne Führerschein gingen den Fahndern eben Tatverdächtige im Kontext mit Einbruch ins Netz. Zwei Beispiele: Die Kripo Passau konnte einen Untersuchungshaftbefehl vollziehen; dem Beschuldigten werden zwölf Wohnungseinbrüche in der Region zur Last gelegt. Die Grenzpolizeiinspektion Raubling bei Rosenheim fand in einem rumänischen Auto versteckten Goldschmuck und Einbruchswerkzeug. Der Minister verwies bei der Einbruchskriminalität auf Erfolge in der Statistik. Seit Jahren ist die Entwicklung bei Einbrüchen rückläufig. 2018 zählte man im Freistaat 5240 Delikte, noch 2015 und 2016 waren es jeweils 7500 Taten. Bis 2014 war die Zahl jedoch gestiegen und erreichte in jenem Jahr mit 8200 Einbrüchen eine Höchstmarke. Auch für 2019 rechnet Herrmann mit weiterem Rückgang. Die Aufklärungsquote lag zuletzt bei nur 20,6 Prozent - weil Einbrecher oft mobil sind, gilt ihre Verfolgung als schwierig.