Pratzen

In der beliebten Hörfunksendung "Heute im Stadion" jammerte der Reporter am Samstag während des Spiels Augsburg gegen Freiburg: "Mir frieren hier jetzt gleich meine Pratzen ab." Wenn in Bayern von Pratzen die Rede ist, dann sind damit große Hände gemeint. "Der hat Pratzen wie Abortdeckel", sagt der Spötter in einem solchen Fall.

Das Wort kommt vom lateinischen brachium (italienisch: braccio), das aber den ganzen Arm beschreibt. Gleichwohl taucht in der älteren deutschen Literatur mitunter das "zarte Prätzlein" auf. "Pratzen weg!", lautet ein gängiges Drohwort.

Rita Falk beschreibt in einem Krimi den erotischen Annäherungsversuch eines nicht sehr zart besaiteten Heizungsmonteurs. Falk schreibt folgerichtig: "und er hat seine Pratzen nur ganz knapp über ihrem Schlüpfer"

Bild: Hartmut Pöstges 17. Dezember 2012, 13:262012-12-17 13:26:00 © SZ/infu/ahe