Markus Söder will es nicht so gemeint haben. Am Montagmittag hatte der CSU-Chef die Ursachen für die Stichwahl-Schlappen in Bayern so erklärt: Nicht nur hätten AfD-Sympathisanten den Freien Wählern in zahlreichen Duellen mit der CSU zum Sieg verholfen, sondern auch lokal sei einiges verbockt worden. „Jedes Ergebnis vor Ort hat seine Geschichte“, sagte Söder. Für die künftigen Nominierungen von Kandidaten kündigte er an, das müsse „noch einmal grundlegend überlegt werden“. Entschieden werden könne das „nicht nur vor Ort, sondern muss zumindest begleitet werden von hier aus“. Also aus der CSU-Parteizentrale in München.
Schlechtes CSU-Ergebnis„Der Landrat ist der Depp“
Lesezeit: 8 Min.

CSU-Chef Markus Söder lädt die Schuld für das Stichwahl-Debakel erst bei den lokalen Wahlkämpfern ab – und rudert dann zurück. Der in Tirschenreuth abgewählte Roland Grillmeier ist trotzdem verärgert. Damit ist er an der Parteibasis nicht alleine.
Von Thomas Balbierer, Johann Osel, Olaf Przybilla und Patrick Wehner
