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Kommunalwahl:Söder rechnet mit schlechterem CSU-Ergebnis

Knapp vier Wochen vor den Kommunalwahlen dämpft CSU-Chef Markus Söder die Erwartungen. "Wir werden natürlich ein anderes Ergebnis als vor sechs Jahren haben", sagte Söder am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Als Gründe nannte er die AfD, die nun "da" sei. Die Freien Wähler seien in der Regierung, also in einer besseren Startposition und auch die Grünen stünden anders da. In der jüngsten Umfrage lagen sie bei 25 Prozent. Dazu kommen für die CSU die Führungskrise der CDU und die Regierungskrise in Thüringen, wo die CDU und FDP zum ersten Mal zusammen mit der AfD einen Ministerpräsidenten wählten. "Thüringen, muss man ehrlich sagen, gibt nicht gerade Rückenwind", sagte Söder. Im Vorstand sprach er Teilnehmern zufolge von einem "Vollversagen des politischen Systems" in Thüringen. CSU-Generalsekretär Markus Blume äußerte sich dagegen optimistischer. "Wir werden noch mal versuchen, extra Schwung zu nehmen", sagte Blume, etwa beim Aschermittwoch nächste Woche. Da werde die CSU klare Kante zeigen, während vom Grünen-Parteichef Robert Habeck eine "philosophische Lehrstunde in Öko-Sozialismus" zu erwarten sei.

© SZ vom 18.02.2020 / nell
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