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Kommunalwahl in Bayern:Zahlreiche Stichwahlen notwendig

Bei den Kommunalwahlen in Bayern muss die CSU vielerorts weiter um ihre Vorherrschaft bangen. In sechzig bayerischen Städten und Gemeinden werden die Bürgermeister erst in einer Stichwahl bestimmt.

Nach der CSU-Schlappe bei den bayerischen Kommunalwahlen muss die Partei vielerorts weiter um ihre Vorherrschaft bangen. In sieben kreisfreien Städten, 52 kreisangehörigen Gemeinden und 15 Landkreisen fällt die Entscheidung über die Führungsspitzen laut Bayerischem Landesamt für Statistik erst bei der Stichwahl am 16. März.

Dies seien deutlich mehr Stichwahlen als 2002, sagte ein Sprecher am Montag. Der CSU-Vorstand wollte am Montag über den Wahlausgang beraten.

Fünf Monate nach dem Amtsantritt des Führungsduos Erwin Huber und Günther Beckstein galt die Abstimmung am Sonntag als Stimmungstest für die Landtagswahl im September. CSU-Chef Huber sprach trotz herber Verluste von Rückenwind für seine Partei.

Die CSU hat in den größten bayerischen Städten schwere Schlappen erlitten. In München und Nürnberg konnten die SPD-Oberbürgermeister ihre Ergebnisse auf die Rekordwerte von rund zwei Dritteln ausbauen.

In Augsburg, der drittgrößten Stadt im Freistaat, zwang Herausforderer Kurt Gribl, der jetzt in die CSU eintreten will, SPD-Amtsinhaber Paul Wengert in die Stichwahl. In Würzburg, Regensburg und Passau müssen die CSU-Oberbürgermeister um ihre Wiederwahl in zwei Wochen bangen.

© Reuters/gal/bavo
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