KommunalwahlAngriff an AfD-Stand – Kandidat für Kommunalwahl verletzt

Die Polizei ermittelt gegen drei Heranwachsende wegen gefährlicher Körperverletzung. (Symbolbild)
Die Polizei ermittelt gegen drei Heranwachsende wegen gefährlicher Körperverletzung. (Symbolbild) Daniel Karmann/dpa

Drei junge Leute streiten mit einem AfD-Kandidaten. Dann eskaliert die Situation. Der Politiker wird verletzt.

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Rosenheim (dpa/lby) - Ein AfD-Kandidat ist nach Angaben der Polizei an einem Infostand zur Kommunalwahl in Oberbayern angegriffen und verletzt worden. Drei junge Leute seien nach einem verbalen Streit an dem Stand in Rosenheim auf den 70-Jährigen aus Griesstätt losgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Bei dem Opfer soll es sich nach Angaben des AfD-Kreisvorsitzenden um den Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Rott am Inn, Michael Maurer, handeln. Laut Polizei habe er Prellungen und Verletzungen am Bein und Bauch erlitten. 

Das Offene Antifaschistische Plenum Rosenheim weist in einer Pressemitteilung die Vorwürfe des Angriffs zurück. Rund fünf Demonstrierende haben sich demnach vor dem Stand der AfD versammelt und seien angegriffen worden „bevor das Transparent vollständig ausgerollt werden konnte“. Die Demonstrierenden seien geschubst und beleidigt worden. Als der AfD-Kandidat im Gerangel stürzte, hätten sich die Aktivistinnen erkundigt, wie es ihm gehe. 

„Tauziehen“ um ein Banner

Khando Ronge, die Kandidatin der Linken für den Kreistag Rosenheim, schildert in einer Pressemitteilung, dass es ein „Tauziehen“ um ein Banner gegeben habe: Menschen vom AfD-Stand hätten versucht, den Demonstrierenden ein Plakat zu entreißen. Sie selbst sei von einem AfD-Politiker geschubst worden. 

Ein Rettungswagen brachte den AfD-Politiker laut Polizei zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt gegen die beiden 18-Jährigen und eine 19-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung. Diese seien einer „linken Gruppierung“ zuzuordnen, heißt es von der Polizei.

© dpa-infocom, dpa:260301-930-752521/3

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