Süddeutsche Zeitung

Kommunalwahl in Bayern:Die CSU verliert deutlich, die Grünen legen zu

Nun liegt eine landesweite Auswertung der Wahlen für die Kreistage und Stadträte vor. Die Christsozialen verbuchen ein Minus von mehr als fünf Prozentpunkten.

Anders als zunächst vermutet, hat die CSU in der Fläche Bayerns doch deutlich Stimmen eingebüßt. Wie aus Zahlen des Statistischen Landesamtes nach Auszählung der Wahlen aller Kreistage und Stadträte in den kreisfreien Städte hervorgeht, kam die Partei in den Landkreisen und kreisfreien Städten auf 34,5 Prozent. Das ist ein Minus von 5,4 Prozent im Vergleich mit der Wahl 2014. Parteichef Markus Söder und CSU-Generalsekretär Markus Blume hatten zu Wochenbeginn von Stabilität gesprochen, man habe "sehr vernünftig abgeschnitten".

Die weiteren Ergebnisse der im Landtag vertretenen Parteien: Grüne 17, 5, SPD 13,7, Freie Wähler 11,9, AfD 4,7 und FDP 2,9 Prozent. Außer der CSU verbucht die SPD ein Minus - sieben Prozent. Bei den anderen Parteien zeigen sich im Vergleich zu 2014 dagegen Zuwächse: Grüne (plus 6,6), Freie Wähler (6,9), AfD (4,4) und FDP (0,2 Prozent). Ihren schlechtesten Wert erreichte die CSU in der Stadt Fürth (18,7 Prozent), das Maximum in Straubing (46).

Bei den Grünen steht am Ende der Liste der Landkreis Cham (5,2 Prozent), das Top-Ergebnis war in der Stadt Würzburg (32,5). Die beiden Pole bei der SPD sind Kreis Oberallgäu (4,7) und Stadt Fürth (42,7), bei den Freien Wählern Stadt München (2,5) und Landkreis Neuburg-Schrobenhausen (33,6); bei der AfD die Kreise Starnberg (1,4) und Regen (9,2), bei der FDP die Landkreise Wunsiedel (0,7) und Starnberg (7,8).

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SZ vom 21.03.2020 / ojo/kast
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