Kößnach Riesenwaller greift Schwimmerin an

Der Raubfisch biss der Frau in einem Badeweiher im Landkreis Straubing-Bogen ins Bein. Das Tier war womöglich zwei Meter lang.

Von Andreas Glas, Kößnach

In einem Badeweiher bei Kößnach (Landkreis Straubing-Bogen) hat ein Riesenwaller eine junge Schwimmerin angegriffen. Der Raubfisch habe die Frau in den Oberschenkel gebissen, berichtet das Straubinger Tagblatt. Als die Frau die Attacke bemerkte, sei sie sofort umgedreht und an das Ufer des Badesees zurückgeschwommen. Abgesehen von großflächigen Biss- und Kratzspuren ist die Schwimmerin glimpflich davongekommen. Die Bissspuren "deuten darauf hin, dass es ein sehr großer Waller war", womöglich zwei Meter lang, sagt Johannes Schnell vom Landesfischereiverband Bayern.

Derartige Vorfälle seien zwar selten, kämen aber immer wieder mal vor - insbesondere in der Laichzeit, wenn das Waller-Männchen die Eier verteidigt. "Wenn da ein Schwimmer zu nahe kommt, kann es schon mal sein, dass er den Konkurrenten verscheucht", sagt Schnell. Weil die Dichte an Schwimmern in Badeseen hoch sei, gebe es Waller-Attacken durchaus auch außerhalb der Laichzeit. Doch weder gehe von einem Waller Gefahr für Leib und Leben aus, noch seien deren Angriffe zu verhindern, sagt Schnell: "Genauso wie Sie nicht verhindern können, dass Ihnen ein Rehbock vors Auto läuft."

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