ErderhitzungVerbände rufen zum Klimastreik auf

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Zum globalen Klimastreik ruft die Bewegung "Fridays For Future" (FFF) am Freitag, 3. März, auf. Mehr als 30 Ortsgruppen von Sonthofen im Allgäu bis Hof in Oberfranken wollen sich allein in Bayern beteiligen. Auch der Landesbund für Vogelschutz und Naturschutz (LBV) fordert dazu auf, an dem Tag für Klimaschutz und Artenschutz die Stimme zu erheben. Der Verband beteiligt sich an Aktionen unter anderem in Nürnberg, München und Coburg.

Werden Wälder abgeholzt, Moore entwässert oder Grünland umgebrochen, würden in der Natur gespeicherte Treibhausgase wieder frei, warnt der LBV. Bergwälder schützten vor Lawinen. Naturbelassene oder renaturierte Flussläufe würden die Hochwassergefahr für menschliche Siedlungen vermindern. "Stabile Ökosysteme mit einer hohen Artenvielfalt sind unsere besten Verbündeten gegen die Klimakrise", sagte LBV-Geschäftsführer Helmut Beran.

Die FFF-Ortsgruppe Regensburg macht darauf aufmerksam, wie dringend eine Verkehrswende ist, um die Klimakrise einzudämmen. Eine Verkehrswende bedeute auch einen großen Gewinn an Lebensqualität für die Menschen, teilt die Ortsgruppe mit. "Es geht nicht darum, Autofahren zu verbieten. Wir fordern nur, dass wir kein Auto brauchen", heißt es im Klimastreik-Aufruf. Die Aktion in Regensburg startet um 15 Uhr in Stadtamhof. Die Organisatoren versprechen "kreativen Protest" mit Theaterstück, Livemusik und Fahrradaktionskunst.

In Augsburg soll um 16 Uhr am Rathausplatz eine Versammlung mit anschließendem Demonstrationszug beginnen. Man werde die Regierung auffordern, für eine konsequente Klimaschutzpolitik einzustehen. "Durch die Räumung von Lützerath wird der Unwillen der Politik deutlich, der Klimakatastrophe die Stirn zu bieten", sagte Mitorganisator Rafael Engel laut Mitteilung und forderte den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien.

Die Münchner Ortsgruppe hat unter dem Motto #peoplenotprofit zur Kundgebung um 12 Uhr auf dem Odeonsplatz aufgerufen. Auch in Fürth, Eichstätt, Amberg und anderen bayerischen Städten wird es Proteste geben.

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Von Christian Sebald

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