Debatte zum Atomausstieg:"Unsere Gesellschaft ist ein bisschen technikfeindlich geworden"

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Debatte zum Atomausstieg: Carsten Müller ist seit Juli 2017 Standortleiter des Kernkraftwerks Isar 2 bei Landshut.

Carsten Müller ist seit Juli 2017 Standortleiter des Kernkraftwerks Isar 2 bei Landshut.

(Foto: Sebastian Beck)

Carsten Müller, der Leiter des Kernkraftwerks Isar 2, hat zum Streit um eine Laufzeitverlängerung bislang geschwiegen. Nun spricht er über die Sicherheit des Reaktors, die Gefahr eines Blackouts - und ob ein Betrieb über April 2023 hinaus überhaupt möglich wäre.

Interview von Sebastian Beck und Andreas Glas, Essenbach

Nach Monaten des Streits in der Ampel-Koalition hat der Bundestag am Freitag mit den Stimmen von Grünen, SPD und FDP die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke (AKW) Isar 2 bei Landshut, Neckarwestheim 2 und Emsland beschlossen. Zur Sicherung der Stromversorgung sollen sie bis 15. April 2023 in Betrieb bleiben. Die Unionsparteien lehnen diesen "Streckbetrieb" ab und wollen die AKW bis Ende 2024 laufen lassen. Im Zuge des Atomausstiegs hätten die drei letzten deutschen AKW eigentlich Ende 2022 abgeschaltet werden sollen. Carsten Müller, der Kraftwerksleiter von Isar 2, hatte bisher stets zum Streit über die Laufzeitverlängerung geschwiegen.

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